Schaltbau Holding
- DER AKTIONÄR

Voll in Fahrt

Eisenbahnen liegen voll im Trend. Nicht nur wegen der aktuellen Klimadiskussion, weil sie etwa im Vergleich zu Autos oder LKWs ein relativ umweltfreundliches Fortbewegungs- und Transportmittel sind, sondern auch, weil die Branche vermehrt große Anleger anlockt. So haben sich Börsenaltmeister Warren Buffett und Ex-Microsoft-Chef Bill Gates vor Kurzem bei kanadischen und amerikanischen Eisenbahngesellschaften eingekauft.

Die Münchener Schaltbau Holding profitiert als weltweit führender Zulieferer für Verkehrstechnologie vom zunehmenden Verkehr auf der Schiene. Die Rekordergebnisse hat die Börse bisher jedoch noch nicht honoriert.

Eisenbahnen liegen voll im Trend. Nicht nur wegen der aktuellen Klimadiskussion, weil sie etwa im Vergleich zu Autos oder LKWs ein relativ umweltfreundliches Fortbewegungs- und Transportmittel sind, sondern auch, weil die Branche vermehrt große Anleger anlockt. So haben sich Börsenaltmeister Warren Buffett und Ex-Microsoft-Chef Bill Gates vor Kurzem bei kanadischen und amerikanischen Eisenbahngesellschaften eingekauft. Dass der Bahnverkehr an der Börse entdeckt wird, rückt auch die Schaltbau-Aktie in ein neues Licht, die trotz der mehrjährigen Börsenhausse noch ein echtes Schnäppchen ist.

Von wegen langweilig

Das mag daran liegen, dass die Herstellung von Türen für Busse und Bahnen, Bahnübergangssystemen oder Signal- und Weichentechnik für viele Börsianer ein eher „langweiliger“ Geschäftszweck sind. Wie der Anstieg des Auftragseingangs im ersten Quartal 2007 um rund elf Prozent von 59,2 auf 65,7 Millionen Euro jedoch zeigt, scheinen zumindest die Schaltbau-Produkte für die Kunden überaus spannend zu sein. Und auch in Bezug auf die Gewinnentwicklung muss sich Schaltbau nicht verstecken. Das Ergebnis je Aktie hat sich im ersten Quartal von 43 auf 94 Cent mehr als verdoppelt. Die Börse hat auf den guten Jahresstart bei Schaltbau bisher nur verhalten reagiert.

Konservative Prognose

Vielleicht hatten die Anleger nach den guten Zahlen eine Anhebung der Prognosen erwartet, die 2007 einen Gewinn je Aktie von 3,30 bis 3,50 Euro vorsehen. Schaltbau-Chef Dr. Jürgen Cammann ist jedoch für eher konservative Einschätzungen bekannt. Spätestens wenn das zweite Quartal ähnlich erfolgreich verläuft wie das erste, dürfte er um eine Anhebung der Guidance für 2007 nicht herumkommen. Geht man von einem durchschnittlichen Gewinn je Aktie von 0,90 Euro pro Quartal aus, sind im Gesamtjahr 3,60 Euro realistisch. Bald einlösen könnte Cammann ein altes Versprechen: Bereits zur Kapitalerhöhung im Dezember 2005 hatte er eine Akquisition in Aussicht gestellt. Bis zur Vollzugsmeldung dürfte es unternehmensnahen Kreisen zufolge nicht mehr allzu lange dauern. Da Schaltbau durch den guten Track-Rekord in der Vergangenheit bei den Banken wieder ein hohes Ansehen genießt, könnte ein neuer Beteiligungskauf leicht mit Fremdkapital finanziert werden. Das dürfte dem Gewinn je Aktie 2008 einen weiteren Schub verleihen.

Kaufsingnal

Beim Trading-Depotwert des AKTIONÄRS sind in den nächsten Wochen positive Nachrichten zu erwarten. Charttechnisch betrachtet hat die Aktie durch den Ausbruch über die 33-Euro-Marke ein Kaufsignal generiert. Zusammen mit der günstigen Bewertung – das KGV für 2007 liegt bei 9 und für 2008 bei 7 – eröffnet das ein konservativ berechnetes Kurspotenzial von mindestens 45 Prozent. Es wäre auch nicht verwunderlich, wenn weitere Investoren auf den Bahn-Trend aufspringen und Schaltbau entdecken.

Kursziel bei Schaltbau: 46,00 Euro. Stopp: 27,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 20/2007.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Stefan Limmer | 0 Kommentare

Schaltbau steigert Gewinn und Umsatz

Schaltbau hat die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 veröffentlicht. Der Konzern konnte sowohl Gewinn als auch Umsatz steigern. Die Aktionäre dürfen sich zudem über eine Erhöhung der Dividende freuen. mehr