Elmos Semiconductor
- DER AKTIONÄR

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Sicherheit und Komfort spielen im Automobilsektor eine große Rolle. Allerdings funktionieren Airbags, Einparkhilfen und Klimaanlagen nur im Zusammenspiel mit den leistungsstarken Halbleiterchips der Bordelektronik. er Elektronikanteil in Fahrzeugen dürfte sich bis 2015 von 20 auf 30 Prozent erhöhen. Diese Aussichten sorgen beim Halbleiterspezialisten Elmos für viel Wachstumsfantasie.

Der Elektronikanteil in Fahrzeugen dürfte sich bis 2015 von 20 auf 30 Prozent erhöhen. Diese Aussichten sorgen beim Halbleiterspezialisten Elmos für viel Wachstumsfantasie.

Sicherheit und Komfort spielen im Automobilsektor eine große Rolle. Allerdings funktionieren Airbags, Einparkhilfen und Klimaanlagen nur im Zusammenspiel mit den leistungsstarken Halbleiterchips der Bordelektronik. Produziert werden diese kleinen Elektronikwunder unter anderem von der Elmos Semiconductor AG, die jüngst einen prestigeträchtigen Auftrag von BMW an Land gezogen hat.

Folgeaufträge in Sicht?

Für den Münchener Automobilhersteller wird Elmos ab Mitte 2008 einen innovativen Halbleiterbaustein für das Hochgeschwindigkeits-Datenübertragungssystem FlexRay liefern, mit dem bereits seit einem Jahr der BMW X5 ausgestattet wird. Weltweit verfügt derzeit kein anderer Chiphersteller über ein vergleichbares Produkt. Mittelfristig sind laut Unternehmenssprecherin Janina Rosenbaum Folgeaufträ­ge zu erwarten, da BMW weitere Modellklassen mit der FlexRay-Technologie ausrüsten dürfte. "Das Marktumfeld für Elmos ist gut und daran dürfte sich in den kommenden Jahren nichts ändern", betonte Frau Rosenbaum im Gespräch mit dem AKTIONÄR.

Gewinnsprung im Jahr 2008

Das laufende Geschäftsjahr wird der Chiphersteller voraussichtlich mit einer Umsatzsteigerung um zehn Prozent auf 176 Millionen Euro und einem Überschuss von 0,36 Euro je Aktie abschließen. 2008 wird eine deutliche Margenverbesserung erwartet. Zum einen weil Kosten entfallen, die dieses Jahr einmalig im Zusammenhang mit der Restrukturierung von zwei Tochtergesellschaften entstanden sind, und zum anderen aufgrund der Ausweitung und Optimierung der Produktion am Standort Duisburg. Neben der Automobilelektroniksparte, auf die derzeit ein Umsatzanteil von 90 Prozent entfällt, sollen künftig verstärkt die Bereiche Industrie- und Konsumgüter zum Wachstum von Elmos beitragen. In diesen Branchen sieht das Management vor allem in Asien gute Chancen für die Akquise lukrativer Aufträ­ge. Zudem steht das Unternehmen weiteren Kooperationen und Zukäufen offen gegenüber.

Fazit

In puncto Wachstumsperspektiven überzeugt Elmos auf ganzer Linie. Vor diesem Hintergrund verwundert es, dass die Marktteilnehmer der Aktie des Halbleiterspezialisten lediglich ein 2008er-KGV von 10 zubilligen. Zugreifen sollten Anleger allerdings nicht nur wegen der überaus günstigen Bewertung, sondern auch weil die Elmos-Aktie bald nachhaltig über die 200-Tage-Linie bei 8,00 Euro ausbrechen dürfte.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 43/2007.

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| Markus Horntrich | 0 Kommentare

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