Gerry Weber
- DER AKTIONÄR

Voll im Trend

Gerry Weber startet durch: Umsatz- und Gewinn entwickeln sich prächtig, mit den „Houses of Gerry Weber“ erobert der Modekonzern Frauenherzen im Sturm. Die Aktiengesellschaft hat sich schick gemacht. Seit 2004 präsentiert der Damenmodeausstatter Wachstumsraten am laufenden Band und liegt nach einem starken ersten Halbjahr voll im Trend.

Gerry Weber startet durch: Umsatz- und Gewinn entwickeln sich prächtig, mit den „Houses of Gerry Weber“ erobert der Modekonzern Frauenherzen im Sturm.

Die Gerry Weber Aktiengesellschaft hat sich schick gemacht. Seit 2004 präsentiert der Damenmodeausstatter Wachstumsraten am laufenden Band und liegt nach einem starken ersten Halbjahr voll im Trend. Folglich sollte der fürs gesamte Geschäftsjahr 2005/06 (31. Oktober) anvisierte Umsatz von 440 Millionen Euro (Vorjahr: 393 Millionen Euro) leicht zu schaffen sein. Im kommenden Geschäftsjahr will Gerry Weber rund ein halbe Milliarde Euro erlösen. Parallel dazu basteln die Gütersloher an ihrer Effizienz. So soll die operative Marge von derzeit 8,5 bis Oktober auf 10,5 Prozent gesteigert werden. Die Chancen dafür stehen gut.

Neue Filialen

Das Geschäft mit den eigenen Läden „Houses of Gerry Weber“ ist derzeit der stärkste Wachstumstreiber des Konzerns. Der Umsatz der eigenen Filialen kletterte auf dem heimischen Markt im ersten Halbjahr um 32 Prozent auf knapp 21 Millionen Euro. Um diese Dynamik noch weiter zu steigern, will Gerry Weber die Zahl der Filialen von aktuell 120 mittelfristig auf 300 bis 400 steigern. Die neuen „Houses of Gerry Weber“ will der Konzern an belebten Standorten wie modernisierten Bahnhöfen oder Flughäfen eröffnen. Jüngstes Projekt ist der Bau eines Geschäfts im neuen Berliner Bahnhof. Jedoch setzt Gerry Weber bei der Expansion zunehmend aufs Ausland, wo rund zwei Drittel der insgesamt geplanten Geschäfte liegen werden. Mit diesen will der Konzern von der stark anziehenden Nachfrage nach der Marke Gerry Weber profitieren.

Der letzte Schrei

Die Bestellungen für die neue Herbst- und Winterkollektion zogen bei der Kernmarke Gerry Weber im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 24 Prozent an. Bei der Marke Taifun meldete der Konzern sogar ein Plus von 83 Prozent. Im Herbst bringt Gerry Weber auch erstmals Herrenmode auf den Markt. Sollte das Konzept ähnlichen Anklang finden wie die Gerry-Weber-Filialen, kann sich der Konzern über eine neue Erfolgsstory freuen.

Schicke Aktie

Mit den eigenen Filialen, der Damenmodekollektion und der im Herbst startenden Herrenmode ist Gerry Weber breit aufgestellt. Das 207er-KGV beträgt gerade einmal 13. Folglich steht die Aktie des Modekonzerns insbesondere konservativen Anlegern gut. Diese sollten nach der jüngsten Kurskorrektur zugreifen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Werner Sperber | 0 Kommentare

ES: Gerry Weber im Größenwahn

Der Effecten-Spiegel geht mit deutschen Modefirmen hart ins Gericht: Die Unternehmen haben in ihrem Größenwahn, immer neue Läden zu eröffnen, die Trends verschlafen. Neue Filialen statt neuer Ideen für die Kollektionen, stationärer Handel statt Einzug in das Internet, Umsatzsteigerung statt Gewinn, … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Aktien-Experten: Gerry Weber wird kaufenswert, wenn…

Die Fachleute des Austria Börsenbrief verweisen auf die Zahlen von Gerry Weber International für die ersten sechs Monate des Ende Oktober ablaufenden Geschäftsjahres 2015/16. Diese insgesamt noch enttäuschenden Ergebnisse zeigen eine planmäßige Entwicklung und lassen erste kleine Fortschritte bei … mehr