CEAG
- DER AKTIONÄR

Voll aufgeladen

Ob in China, Indien, Berlin oder New York – die 2,5 Milliarden über den Globus verstreuten Handys haben einen gemeinsamen Stammplatz: die Steckdose. Und wahrscheinlich ist es ein Netz- und Ladegerät der CEAG AG, welches den müden Akkus immer wieder neue Energie einhaucht. Denn CEAG kontrolliert rund ein Viertel des weltweiten Marktes und zählt mit Nokia und Motorola die beiden größten Handyhersteller der Welt zu seinen Kunden.

Eindrucksvoller Umschwung: Die CEAG AG profitiert direkt vom Aufschwung der Handybranche.

Ob in China, Indien, Berlin oder New York – die 2,5 Milliarden über den Globus verstreuten Handys haben einen gemeinsamen Stammplatz: die Steckdose. Und wahrscheinlich ist es ein Netz- und Ladegerät der CEAG AG, welches den müden Akkus immer wieder neue Energie einhaucht. Denn CEAG kontrolliert rund ein Viertel des weltweiten Marktes und zählt mit Nokia und Motorola die beiden größten Handyhersteller der Welt zu seinen Kunden.

Gewinnsprung

Im zweiten Quartal sind die beiden Handygiganten sogar noch stärker als der ohnehin schon dynamische Gesamtmarkt (+18 Prozent) gewachsen – und haben jedem verkauften Handy das obligatorische Ladegerät dazugepackt. Insgesamt konnte CEAG im ersten Halbjahr 118,2 Millionen Netz- und Ladegeräte ausliefern – 51 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Umsätze legten um 64,0 Prozent auf 154,5 Millionen Euro zu. Der Überschuss hat sich auf 6,4 Millionen Euro sogar fast versechsfacht. Damit hat CEAG im ersten Halbjahr 2006 mehr Gewinn gemacht als in den Jahren 2004 und 2005 zusammen. Bis 2002 schrieben die Bad Homburger noch rote Zahlen. Doch diese Zeiten sind vorbei. Neben der neuen, kostengünstigeren Produktion in China profitiert CEAG von einer steigen Nachfrage nach hochmargigen, neuartigen Ladegeräten. Ein Trend welcher wegen immer kleinerer und zugleich leistungsstärkerer Akkus auch weiterhin Bestand haben wird.

Gutes Branchenumfeld

Wenngleich sich die Mobilfunk-Wachstumsraten im zweiten Halbjahr etwas abschwächen dürften, bleibt das Umfeld für CEAG dynamisch. Im Gesamtjahr 2006 erwartet das Marktforschungsunternehmen Gartner einen weltweiten Absatz von 960 Millionen Stück, was einem Wachstum von 18 Prozent entspricht. Zudem wuchs CEAG neben dem Hauptgeschäft Mobilfunk auch im Bereich Haushaltsgeräte, Werkzeuge und Medizintechnik mit starken 47,5 Prozent.

Neuer Kursschub?

Von Februar 2006 bis Mitte des Jahres hatte sich das CEAG-Papier auf 18 Euro verdreifacht. Nach der Konsolidierung bis zur Unterstützung bei zwölf Euro ist die Aktie wieder ein glasklarer Kauf. Denn bei deutlich zweistelligen Wachstumsraten, liegt das 2007er-KGV derzeit bei sehr günstigen 7. Bleibt das Branchenumfeld weiterhin freundlich, und davon ist auszugehen, hat die Aktie bis zu 75 Prozent Kurspotenzial.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 39/2006.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Magazin.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV