Volkswagen Vz.
- Jochen Kauper - Redakteur

Volkswagen verliert Marktanteile – Aktie bleibt volatil

Volkswagen hat nach dem Abgas-Skandal in Europa kräftig Marktanteile eingebüßt. Im November kamen weniger als ein Viertel der neu zugelassenen Autos von den Marken des Konzerns, wie am Dienstag aus den Zulassungszahlen des Herstellerverbandes ACEA hervorging. Volkswagens Marktanteil sank im Jahresvergleich um 2,3 Prozentpunkte auf 24,3 Prozent. Vor allem die Pkw-Kernmarke VW büßte an Marktmacht ein. Aber auch Audi, Skoda und Seat gaben im Jahresvergleich Anteile an die Konkurrenz ab. Lediglich Porsche konnte seinen Anteil an den Neuzulassungen stabil halten. Mitte September hatte VW eingeräumt, mithilfe einer Software die Stickoxidwerte bei Abgasmessungen manipuliert zu haben.


Schlechter als Daimler und BMW

Zwar wuchsen die Neuzulassungen von Autos aus dem VW-Konzern um 4,1 Prozent auf 263 797, die Konkurrenz legte aber wesentlich kräftiger zu. Insgesamt wurden laut ACEA in der EU knapp 1,1 Millionen Autos zugelassen, 13,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die anderen deutschen Hersteller steigerten den Verkauf deutlicher als VW. So wurden 22,8 Prozent mehr Fahrzeuge aus dem Hause Daimler neu zugelassen, bei BMW legte der Wert um 10,1 Prozent zu.

Ziel: 95 Euro

Der Imageschaden für den Autobauer sei noch lange nicht behoben und die Unsicherheit über die gesamten finanziellen Belastungen durch den Manipulationsskandal dürften fortdauern, so Analyst Zafer Rüzgar von Independent Research. Der Experte rechne trotz der Entwarnung in der Abgasthematik nicht damit, dass der jüngste Kursanstieg der Aktie nachhaltig sein werde. Sein Kursziel lautet 95 Euro.

Keine Kaufempfehlung für VW

Die VW-Aktie hat sich von ihren Tiefs erholt. In den nächsten Tagen muss der Autobauer einen Plan bei der mächtigen US-Umweltbehörde EPA vorlegen, wie der man bei der Aufarbeitung des Abgasskandals vorgehen wird. Spezielle betrifft das die 500.000 Autos, die in den USA mit einer Software zur Manipulation der Abgaswerte ausgestattet sind. DER AKTIONÄR bleibt dabei: Die Handlungsweise eines der mächtigsten Industriekonzern in Deutschland ist nicht akzeptabel. Eine Kaufempfehlung für die VW-Aktie wird es auch in absehbarer Zeit nicht geben. Auch wenn der Konzern mit einem blauen Auto davon kommen sollte. Favorit im Autosektor bleibt Daimler.


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