Volkswagen
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Volkswagen mit Rekordabsatz

Der Wolfsburger VW-Konzern hat sein Absatzziel für 2011 erreicht und wie geplant mehr als acht Millionen Autos verkauft. Für 2012 will Europas Nummer eins in den USA kräftig aufs Gaspedal treten und einen neuen Absatzrekord in Übersee anpeilen.

Der Wolfsburger Volkswagen-Konzern hat 2011 wie prognostiziert einen neuen Verkaufsrekord aufgestellt. 2011 hat Europas größter Autohersteller knapp 8,16 Millionen Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini und die VW-Lastwagen weltweit abgesetzt. Gegenüber 2010 entspricht das einer Steigerung um 14 Prozent. Mit dem Titel „Europas Nummer 1" will sich VW jedoch nicht zufrieden geben. Bis 2018 wollen die Wolfsburger weltweit die Nummer 1 werden. Aktuell ist VW Nummer zwei hinter General Motors.

Comeback in den USA

Für dieses Jahr hat sich VW vor allem in den USA viel vorgenommen. Ziel ist es, 2012 mehr als eine halbe Million Autos in Übersee zu verkaufen, nachdem 2011 auf dem US-Markt 444.192 Fahrzeuge ausgeliefert wurden. Ein Highlight für VW beginnt in der nächsten Woche mit der Detroit Motor Show. Der US-Markt ist für das Ziel, weltweit größter Hersteller zu werden, ein wichtiger Markt, auf dem vor allem asiatische Hersteller wie VW-Erz-Rivale Toyota punkten. Ein Meilenstein der US-Offensive ist der speziell für den amerikanischen Markt entwickelte Passat, der bereits 2011 seinen Marktstart feierte.

Optimismus überwiegt

In der Branchen gibt man sich angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten zwar vorsichtig, aber optimistisch. Die Aktie von VW notiert daher nach wie vor in der Nähe ihres Hochs bei 150 Euro, genauer gesagt 17 Prozent darunter. Eine charttechnische Entscheidung über den weiteren Verlauf steht noch aus. Für einen positiven Verlauf muss der Wert zunächst das sich andeutende symmetrische Dreieck bei 127 Euro nach oben durchbrechen, wobei man jedoch erst von einem nachhaltigen Befreiungsschlag sprechen kann, wenn die Widerstandszone zwischen 135 und 140 Euro nach oben durchbrochen wird. Auf der Unterseite sollte der Wert nicht unter die Unterstützung bei 110 Euro fallen, was einen weiteren Abverkauf bis zunächst rund 100 Euro zur Folge haben dürfte.

Auf Ausbruch warten

Da keine klaren Signale vorliegen, sollten Anleger auf einen Ausbruch warten. Bei Notierungen über 127 Euro bietet sich eine Long-Spekulation mit Stopp bei 120 Euro an.

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