Micron
- Werner Sperber - Redakteur

Volkswagen im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Der Austria Börsenbrief Rohstoffe erklärt die neue Strategie. Die Euro am Sonntag fährt auf die Vorzüge von Volkswagen ab. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Die folgenden Texte sind von den jeweils genannten Publikationen übernommen und üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz in der Klammer "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern.): Die neuen Experten des Austria Börsenbriefes Rohstoffe verweisen auf die zuletzt oft widersprüchliche Nachrichtenlage bei Rohstoffen sowie die schnell wechselnde Trendrichtung der Preise. Seit zwei Jahren korrigiert der Rohstoffindex CRB. Bestenfalls sind die Rohstoffmärkte Schaukelbörsen, wobei die Notierungen zuletzt meist abwärts schaukelten. Die Preise von Aluminium, Kupfer, Gold, Nickel oder Platin sind bis auf sehr wichtige Unterstützungsmarken gesunken. Wenn diese Marken unterschritten werden, drohen weitere Preisrückgänge, werden die Unterstützungen jedoch gehalten, ist die Ausgangslage für nachhaltigere Anstiege sehr gut. Optimisten argumentieren mit dem Wachstum in den Schwellenstaaten, langfristig versiegenden Rohstoffvorkommen oder die von den Politikern der hoch verschuldeten Industrieländer gewollte und von deren Notenbanken vollzogene Geldschwemme. Pessimisten verweisen auf Angebotsüberschüsse und das sinkende Nachfrage-Wachstum der Volksrepublik China. Deshalb ist es an den Rohstoffmärkten derzeit am sinnvollsten, abzuwarten, bis es klare Chartsignale für steigende oder fallende Preise gibt. Rohstoffe sind und bleiben eine eigene Anlageklasse, die ein fester Bestandteil im Portfolio sein sollte - allerdings nun auch auf der Verkaufsseite, also mit Short-Derivaten.

Änderungen im Musterdepot des Austria Börsenbriefes Rohstoffe:

Im Musterportfolio sind die 150 Inline-Optionsscheine (WKN SG3 MX9) auf Gold wertlos verfallen. Die Verantwortlichen möchten zudem ihre ebenfalls 150 Inline-Optionsscheine (WKN SG3 PJQ) auf Kupfer sowie ihre 70 Bonus-Zertifikate (WKN AA5 697) auf Barrick Gold wohl jeweils mit Verlust ausbuchen. Dafür sollen zehn Anteile am Fonds (WKN A0Q Z7U) Timber von Pictet eingebucht werden. 

Die Euro am Sonntag: Volkswagen hat die Vorfahrt 

Im ersten Quartal 2013 sank das Betriebsergebnis von Volkswagen im Jahresvergleich um ein Viertel, das operative Ergebnis der Kernmarke VW verringerte sich um die Hälfte. Auch Volkswagen muss, in Europa und inzwischen auch in Deutschland, immer höhere Rabatte gewähren, um überhaupt Käufer zu finden. Der Rabattindex des CAR-Center der Universität Duisburg-Essen für alle Autokonzerne erreichte im April ein Siebenjahreshoch. Dennoch rechnet Volkswagen-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Martin Winterkorn für das Gesamtjahr 2013 mit Ergebnissen auf Vorjahresniveau. Die Experten der Euro am Sonntag erklären, Volkswagen könne das schwache Geschäft in Europa durch Zuwächse in Asien und die gute Nachfrage nach Autos der Marke Audi in den USA abfedern. Zudem investiert der Konzern in die Logistik, neue Modelle und den sogenannten modularen Querbaukasten, mit dem neue Modelle schneller, flexibler und kostengünstiger produziert werden sollen. Diese Investitionen von mehr als 50 Milliarden Euro bis ins übernächste Jahr belasten zunächst. Mittelfristig sollten die Verkaufszahlen und die Gewinnspannen deswegen jedoch steigen. Die Analysten der Investmentbank Morgan Stanley schätzen, dass die Gewinnspanne der Hauptmarke VW ab dem zweiten Halbjahr alleine aufgrund des Querbaukastens um einen Prozentpunkt erhöht wird. Als größter europäischer Automobilkonzern kann Volkswagen ohnehin effizienter produzieren als die Wettbewerber. Im Übrigen spricht die Bewertung mit einem KGV von 7 für dieses, eines KGV von 6 für das nächste Jahr  sowie eines KBV von 0,9 für einen Einstieg mit einem Kursziel von 180 Euro und einem Stop-Loss bei 128 Euro.    

Änderungen in einem Musterdepot der Euro am Sonntag:

Sven Parplies, Betreuter des Momentum-Musterportfolios, hat nach rein mathematischen Vorgaben auf Basis der "Relativen Stärke nach Levy (RSL)" seine 248 Anteile von Virgin Media ausgebucht und dafür 227 Aktien der European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V. zu 40,18 Euro eingebucht. Nun möchte er sich von seinen 1.417 Papieren von Micron Technology trennen und dafür Titel von Seagate und ProSiebenSat.1 Media AG aufnehmen.


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