Volkswagen
- Jochen Kauper - Redakteur

Volkswagen drückt in Sachen E-Mobilität mächtig aufs Gas - Daimler und BMW hinken hinterher

VW will so schnell wie möglich das schlechte Image aus dem Diesel-Dilemma abschütteln. Deshalb wird der Autobauer Milliarden in die Elektromobilität stecken, um sich einen neuen Anstrich zu verpassen. Die Aktie zeigt sich in den letzten Wochen bereits technisch in einer weitaus besserer Verfassung als die Konkurrenten Daimler und BMW.

Riesiges Budget

Ausgestattet mit einem Budget von 44 Milliarden Euro will VW-Chef Herbert Diess den Konzern zum führenden Anbieter von Elektroautos umbauen. VW legt noch eine Schippe drauf. Ursprünglich war das Budget bis 2023 mit 34 Milliarden Euro veranschlagt. Jetzt kommen weitere zehn Milliarden Euro oben drauf. Herbert Diess will die 44 Milliarden Euro in die Entwicklung von Elektroflitzern, selbst fahrende Autos und in die Digitalisierung der Autos stecken. „Wir wollen die globale Nummer 1 im Bereich Elektromobilität werden“, kündigte Vorstandschef Herbert Diess nach der Beratung des Aufsichtsrats zu den Zukunftsinvestitionen in Wolfsburg an. Die 44 Milliarden Euro sind ein Drittel der Gesamtinvestitionen des VW-Konzerns in diesem Zeitraum.

Erste einzelne Deals hat VW bislang schon geknüpft. Zusammen wird SK Innovation wird VW eine eigenen Batterieproduktion hochziehen, um sich aus den Fängen der asiatischen Anbieter LG Chem, CATL und Samsung SDI zu befreien. Zusammen mit Mobileye will VW selbst fahrende Autos in Israel auf die Straßen bringen. Zudem ist VW-Chef Diess auch der Allianz („Apollo“) rund um den chinesischen High-Tech-Konzern Baidu beigetreten. Zusammen mit 50 anderen Firmen wird man das Thema autonomes Fahren weiter entwickeln.

Halten
An sich gute Vorzeichen für die VW-Aktie. Das Papier zeigt ohnehin im Gegensatz zu Daimler und BMW die weitaus bessere Perfomance. Die bessere Kursentwicklung der VW-Aktie ist gerechtfertigt. Der Autobauer hat mit mehreren guten News in den letzten Wochen fleißig Pluspunkte bei den Anlegern gesammelt.

Die Daimler-Aktie dagegen notiert 19,9 Prozent unter der für Charttechniker wichtigen 200-Tage-Line, das Papier von BMW liegt 13,7 Prozent darunter. Kein Wunderr, in Sachen E-Mobility hinken BMW und Daimler dem VW-Konzern derzeit meilenweit hinterher.

Auf dem Weg nach oben müsste die VW-Aktie den Widerstand bei 155 Euro nachhaltig überwinden. Im Anschluss hätte die Aktie Luft bis 175 Euro.

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