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- DER AKTIONÄR

Volkswagen: Zulassungszahlen sinken – ist die Erholung der Aktie vorbei?

Volkswagen hat im laufenden Jahr weltweit gut 160.000 Autos weniger verkauft als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis November 2015 lieferte der Konzern 9.095.900 Autos an seine Kunden aus. Das sind 1,7 Prozent weniger als in den ersten elf Monaten des Jahres 2014 (9.256.400).
Nach Marken aufgeteilt mussten insbesondere die Kernmarke VW (- 4,5 Prozent), die Nutzfahrzeuge (-2,8 Prozent) sowie MAN (- 13,9 Prozent) und Scania (-1,7 Prozent) teils deutliche Abstriche verkraften. Im Gegenzug vermeldeten aber die Töchter Porsche (+ 24 Prozent), Audi (+ 3,4 Prozent), Seat (+3,5 Prozent) und Skoda (+ 1,4 Prozent) deutliche Zugewinne.
Inwieweit der im September bekanntgewordene Skandal um gefälschte Abgaswerte von VW-Dieselmotoren sich in Zukunft auf die Absatzzahlen auswirkt, muss abgewartet werden. In vielen Ländern, darunter auch in Deutschland, vergehen oft Wochen oder gar Monate zwischen Bestellung und Übergabe eines neuen Autos.

 

Weniger Autos betroffen

Im Lauf der letzten Handelstage ist die VW-Aktie bis auf 135 Euro geklettert. Es setzt sich unter den Anlegern immer mehr die Meinung durch, dass die Höhe des Schadens weitaus geringer ausfallen wird als zu Beginn der Krise in den Raum gestellten 40, 50 oder gar 60 Milliarden Euro. Positives – wenn man so will – gab es auch von Unternehmensseite. Statt 800.000 Autos der Kernmarke VW sollten nun „nur“ noch 36.000 Fahrzeuge von Unregelmäßigkeiten beim Ausstoß von Kohlendioxid betroffen sein. Heißt also, Volkswagen hat etwas weniger geschummelt als bislang angenommen. Das Co2-Problem sei damit so gut wie vom Tisch, so Analyst Patrick Hummel von der UBS. Nicht nur die erste Schadensschätzung von zwei Milliarden Euro dürfte größtenteils hinfällig sein, auch potenzielle Autokäufer, die sich angesichts des Skandals zunächst in die Warteschleife begeben hätten, könnten nun wieder aktiv werden. Hummel sieht für die Aktie potenzial bis 160 Euro.

Wichtiger Termin

Bis Weihnachten muss VW nun der mächtigen US-Umweltbehörde EPA endlich einen Fahrplan vorlegen, wie die Nachrüstung der via Software frisierten Dieselmotoren gestaltet werden soll. Schließlich sind nicht weniger als 500.000 Autos von der Diesel-Affäre betroffen.

 

VW bald nur noch Nummer 3?

Der Aktionär geht davon aus, dass das Ziel weltgrößter Autobauer der Welt für VW in weite Ferne rücken wird. VW wird 2016 beim Absatz hinter Toyota und GM zurückfallen, weltweit also nur noch auf Rang drei zu finden sein. Die Volatilität der Aktie wird sehr hoch bleiben. Favorit im Autosektor bleibt daher die Aktie von Daimler.

 


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