Volkswagen
- Jochen Kauper - Redakteur

Volkswagen: Müller will weg vom Diesel, hin zu alternativen Antrieben – Aktie bleibt aussichtsreich

Matthias Müller will weg vom Diesel. Der VW-Chef hat sich angesichts drohender Fahrverbote in vielen Innenstädten für einen Abbau der Steuervorteile beim Diesel ausgesprochen. Immerhin wird der Diesel jährlich mit rund acht Milliarden Euro subventioniert.  Diese Steuererleichterung müssten umgeschichtet werden. Laut Müller könne das Geld sinnvoller in die Förderung umweltschonender Antriebstechniken investiert werden.  Der ganze Prozess, sprich Abstriche beim Diesel und hin zu umweltschonenden Antrieben wie Elektromobilität oder Wasserstoffantrieb würde VW aushalten, „ohne gleich Existenzängste haben zu müssen“, so Müller im Handelsblatt-Interview.
Erst vor wenigen Tagen hat VW auf der TechCrunch Disrupt-Konferenz in Berlin den vollelektrischen Minibus Moja vorgestellt. Dieser bietet Platz für bis zu sechs Fahrgäste und soll für Fahrdienstleistungen eingesetzt werden. Es geht darum, Menschen auf ähnlichen Routen zusammen zu bringen. Der Service soll verlässlich und „on-demand“, also auf Abruf nutzbar sein. Das heißt: Nicht zu festen Zeiten an der Bushaltestelle warten zu müssen, sondern über die App den nächsten Haltepunkt eines Shuttles von einer passenden Route angezeigt zu bekommen. Bis 2020 soll das Angebot auf 40 Städte ausgerollt werden und einen Milliarden-Umsatz einbringen, schätzt Moja-Chef Ole Harms. Bis 2025 will Harms Städte in Europa und den USA um eine Millionen Fahrzeuge entlasten.

 

VW macht vieles richtig
VW gibt sich selbstbewusst. Die Aussagen von VW-Chef Müller haben Gewicht. Die VW-Aktie entwickelte sich in den letzten Wochen weitaus besser als die Konkurrenz. Die zig Milliarden die in neue Modelle und Batterien gesteckt werden, honorieren die Anleger als klares Statement zur Elektromobilität und belohnen die Aktie mit Kursgewinnen. Es bleibt dabei: Knackt die VW-Aktiee den wichtigen Widerstand bei 175 Euro, sind in einem freundlichen Gesamtmarkt Kurse um 200 Euro plus X möglich. Voraussetzung dafür ist ein freundlicher Gesamtmarkt.

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