Volkswagen
- Jochen Kauper - Redakteur

Volkswagen: Da braut sich was zusammen – Einstieg bei China-Partner JAC, neuer Lithium–Deal und Batterieproduktion mit SK Innovation?

Volkswagen drückt kräftig aufs Gas. Der Autobauer strebt eine Beteiligung an seinem China-Partner Anhui Jianghuai Automobile (JAC) an. Damit will VW seine Position im wichtigsten Automarkt der Welt ausbauen. Darüber hinaus hat CEO Herbert Diess einen Deal mit Gangfeng eingefädelt. Dadurch sichert sich der Autobauer die Versorgung mit Lithium. Sogar über eine eigene Batterieproduktion denkt der VW-Konzern nach. Die Aktie arbeitet an ihrem Ausbruch nach oben.

Fakt ist: China ist der wichtigste Automarkt der Welt. Stand heute verkauft VW auf den ganzen Konzern gerechnet fast die Hälfte aller Autos im Reich der Mitte. „China wird noch sehr lange wachsen. Für VW ist die China-Strategie alternativlos“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber dem AKTIONÄR.
VW und JAC arbeiten bereits zusammen und haben im Dezember 2018 mit dem Bau eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums für Elektroautos begonnen.

Quelle: CAR-Institut

Lithium-Deal
Erst vor wenigen Tagen gab VW einen Deal mit Gangfeng Lithium bekannt. Beide unterschrieben eine Absichtserklärung zur langfristigen Versorgung mit Lithium für Batteriezellen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Damit sichert Volkswagen einen signifikanten Teil seines steigenden Lithium-Bedarfs für Batterien ab. Darüber hinaus wollen beide Firmen auch gemeinsam am Recycling der Batterien und an Feststoffbatterien arbeiten.

Eigene Batterieproduktion mit SK Innovation?

Darüber hinaus denkt Volkswagen wohl über den Aufbau einer eigenen Batterieproduktion für seine Elektroautos nach. Als Partner steht wohl die koreanische Firma SK Innovation bereit. Der südkoreanische Chemiekonzern bestätigte Gespräche mit Volkswagen über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens. Ziel soll der Bau einer Batteriefabrik für Elektroautos sein. Aktuell zählt SK Innovation zum Kreis der Lieferanten von Volkswagen was die Zellen für die Batterien betrifft. Neben SK Innovation holte VW in der Vergangenheit auch LG Chem und Samsung SDI sowie CATL mit ins Boot um die Nachfrage zu decken.

VW-Chef Herbert Diess treibt den Umbau des VW-Konzerns voran. Derartige Deals fehlen derzeit bei Daimler oder BMW. Allerhöchstens Daimler hat zuletzt mit Geely den einen oder anderen klugen Schachzug getätigt.

Umbau läuft

Apropos Konzernumbau: Der Lithium-Deal mit Gangfeng passt ins Bild. Auch die letzten Kooperationen stimmen optimistisch für Volkswagen. Etwa die Zusammenarbeit mit Amazon, um die Produktion effektiver zu machen. Batteriezellen aus dem Deal mit SK Innovation, oder die Zusammenarbeit mit Baidu in Sachen autonomes Fahren.

VW-Aktie arbeitet am Ausbruch
Die VW-Aktie tendiert allerdings nach wie vor seitwärts. Auch der zuletzt freundliche Gesamtmarkt konnte dem Papier nicht helfen, den Ausbruch über den Abwärtstrendkanal bei 153,80 Euro zu schaffen. Erst wenn diese Marke überwunden wird, entsteht für die Aktie neues Kurspotenzial. Im Anschluss wäre das nächste Etappenziel die obere Begrenzung des Seitwärtstrends bei 154,50 Euro. Danach wäre der Weg bis 165,00 Euro frei.

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