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Volkswagen - Zurück auf der Überholspur

Mit einem hohen operativen Gewinn hat der Autobauer Volkswagen die meisten Analysten überrascht. Die Konzernspitze hat darüber hinaus die Ertragsplanung und die Sparziele für das laufende Geschäftsjahr bestätigt.

Mit einem hohen operativen Gewinn hat der Autobauer Volkswagen die meisten Analysten überrascht. Die Konzernspitze hat darüber hinaus die Ertragsplanung und die Sparziele für das laufende Geschäftsjahr bestätigt.

Von Steffen Eidam

Europas größter Autobauer Volkswagen hat im ersten Halbjahr ein deutliches Plus beim operativen Gewinn erzielt und dabei wesentlich besser abgeschnitten als es die meisten Analysten erwartet hatten. Die Wolfsburger haben das gute Ergebnis im Wesentlichen dem Rotstift zu verdanken: Das Sparprogramm "ForMotion" sorgte für eine Verbesserung des Halbjahresergebnisses um 1,7 Milliarden Euro.

Überraschend gute Zahlen

Die Volkswagen AG hat ihr operatives Ergebnis im ersten Halbjahr von 851 Millionen auf 1,37 Milliarden Euro (+62 Prozent) ausgebaut, während Analysten nur mit einem Anstieg auf 1,2 Milliarden Euro gerechnet hatten. Gleichzeitig kletterte der Gewinn von 383 auf 403 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode von 45,1 auf 46 Milliarden Euro.

Nach einem enttäuschenden ersten Quartal hat der Konzern in der Zeit von April bis Ende Juni kräftig auf das Gaspedal gedrückt. Der operative Gewinn stieg von 522 auf 911 Millionen Euro an, und lag somit deutlich über der Analystenprognose von 685 Millionen Euro. Der Umsatz verbesserte sich zum Vorjahreszeitraum um knapp sechs Prozent auf 24,9 Milliarden Euro. Allerdings sank der Nettogewinn von 357 auf 333 Millionen Euro, was vor allem in der schwachen Geschäftsentwicklung in China und Nordamerika begründet lag. Im ersten Halbjahr verbuchte VW im China-Geschäft einen operativen Verlust von 23 Millionen, nachdem dort im Vorjahr noch ein Gewinn von 251 Millionen erzielt wurde. Auch in Nordamerika erhöhte sich der Verlust seit Jahresanfang auf knapp 600 (Vorjahr minus 503) Millionen Euro.

Nur die Töchter überzeugen

Während die Marken Skoda und Bentley sowie die Tochter Audi weiter auf der Überholspur fahren, stottert die Kernmarke VW weiter in den roten Zahlen vor sich hin. Wie der Autobauer mitteilte, sind das Billigauto Fox, der überarbeitete Polo sowie der neue Passat in Europa erfolgreich gestartet.

Volkswagen bestätigte außerdem sein Sparziel für das laufende Jahr. Das Sparprogramm "ForMotion" soll im laufenden Jahr weitere 3,1 Milliarden Euro einbringen. Insgesamt möchte der Konzern in den kommenden drei bis vier Jahren rund zehn Milliarden Euro einsparen.

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