Solaria Energia
- DER AKTIONÄR

Viva España

Eines ist klar: In Sachen Solartechnik werden deutsche Firmen noch länger die Nase vorne haben, auch wenn die Konkurrenz aus China oder den USA verstärkt ins Rampenlicht rückt. Anders sieht es bei den Absatzmärkten aus: Zwar ist der heimische Zubau von Solaranlagen mit geschätzten 1.400 Megawatt im Jahr 2008 international unerreicht. Doch beim Wachstum liegt Spanien weit vorn.

Dem spanischen Solarmarkt stehen traumhafte Wachstumsraten bevor – mit Solaria Energia können Anleger auf einen Player vor Ort setzen.

Eines ist klar: In Sachen Solartechnik werden deutsche Firmen noch länger die Nase vorne haben, auch wenn die Konkurrenz aus China oder den USA verstärkt ins Rampenlicht rückt. Anders sieht es bei den Absatzmärkten aus: Zwar ist der heimische Zubau von Solaranlagen mit geschätzten 1.400 Megawatt im Jahr 2008 international unerreicht. Doch beim Wachstum liegt Spanien weit vorn. Bei dem Mittelmeerstaat sehen Branchenkenner in den nächsten Jahren Zuwachsraten von bis zu 70 Prozent pro annum. Diese sonnigen Aussichten haben Mitte Juni Solaria Energia an die Börse gelockt. Die spanische Solarfirma produziert Photovoltaikmodule, errichtet und projektiert Solarparks und ist auch im Bereich der Solarthermie aktiv – und das sehr erfolgreich.

Turbo gezündet

Wurden im Geschäftsjahr 2005 Anlagen im Wert von 700.000 Euro verkauft, waren es 2006 schon 19 Millionen Euro. Analysten prognostizieren im laufenden Jahr sogar das Überschreiten der 200- Millionen-Euro-Grenze. Der Optimismus kommt nicht von ungefähr: Jüngst gewann Solaria eine Ausschreibung für die Lieferung von Solarmodulen im Wert von 185 Millionen Euro. Die Auslieferung startet noch 2007.

Schönes Polster

Um die Nachfrage termingerecht zu bedienen, bauen die Spanier ihre Produktionsanlagen zügiger aus, als bisher geplant: Das Ziel, bis Ende 2009 eine Kapazität von 250 Megawatt zu erreichen, soll schon im ersten Quartal 2008 abgeschlossen werden. Dabei hilft vor allem der Börsengang Mitte Juni 2007. Das am oberen Ende der Preisspanne bei 9,50 Euro angebotene Papier war zigfach überzeichnet; das IPO hat rund 220 Millionen Euro in die Kriegskasse gespült. Selbst nach dem Kapazitätsausbau dürfte davon noch einiges zur Verfügung stehen, was für viel Fantasie sorgt.

Ab in den Süden

Es muss nicht immer Sangria sein – auch spanische Aktien können Spaß machen. Solaria positioniert sich derzeit im schnell wachsenden Solarmarkt und kann ein beachtliches Auftragspolster vorweisen. der aktionär rechnet für das Geschäftsjahr 2008 mit einem Gewinn von einem Euro je Aktie, woraus sich ein günstiges KGV von 17 ergibt. Die Investmentbank Banesto sieht weit mehr Potenzial: Sie hält zwei Euro für realistisch. Wie auch immer – Solaria dürfte in jedem Fall für Sonnenschein im Depot sorgen.

Kursziel bei Solaria Energia: 27,00 Euro. Stopp: 13,60 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 36/2007.

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