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Viva Colonia!

Das aktuelle Umfeld im deutschen Immobilienmarkt eröffnet Colonia Real Estate erhebliche Wachstumschancen. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, in unterbewertete Immobilien zu investieren, die bei begrenztem Risiko überdurchschnittliche Renditen erzielen.

Hinter dem Ausdruck "distressed" Immobilien verbergen sich Cashflow generierende Objekte mit attraktiven Renditechancen. Hierauf hat sich Colonia Real Estate spezialisiert. Das aktuelle Umfeld im deutschen Immobilienmarkt eröffnet dem Unternehmen erhebliche Wachstumschancen.

Von Thomas Bergmann

Für die Kölner Immobiliengesellschaft Colonia Real Estate ist das aktuelle Marktumfeld in Deutschland ein wahres Eldorado. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, Cashflow generierende Objekte aufzuspüren, die aufgrund von komplexen Marktsituationen oder notleidenden Umständen zu attraktiven Renditen übernommen werden können. So genannte "distressed" Immobilien gibt es in Deutschland en masse; so hat das Gesamtvolumen von Immobilien in Zwangssteigerungen im Jahr 2003 einen Nachkriegsrekord erreicht. Aufgrund der historisch niedrigen Zinsen lassen sich sehr hohe Nettorenditen erzielen.

Ertragsstarkes Portfolio

Seit Aufnahme der operativen Tätigkeit im Jahr 2003 hat sich Colonia Real Estate ein hochrentierliches Portfolio aufgebaut. Neben mehreren Bürogebäuden besitzen die Kölner mittlerweile drei deutsche Marriott Hotels der Courtyard-Klasse (entspricht vier Sternen). Die gut ausgelasteten Hotels sind bis 2022 verpachtet und bringen jährlich Mieteinnahmen von über zwei Millionen Euro. Die beiden Bürokomplexe im Großraum Köln, darunter das Ex-Hauptquartier der insolventen Telesens AG, sind bis 2012 für etwa eine Million Euro pro Jahr an eine Tochter des Bundesverteidigungsministeriums vermietet.

Zweites Standbein geplant

Allein aus diesen Gewerbeimmobilien will Colonia Real Estate im Jahr 2006 bei einem Umsatz von rund 15 Millionen Euro einen Gewinn von 2,85 Millionen Euro erzielen. Für 2005 rechnet Vorstand Stephan Rind noch mit einem Umsatz von rund 5,4 Millionen Euro und einem Fehlbetrag von etwa einer Million Euro. In den Prognosen ist allerdings der geplante Einstieg in den Bereich Wohnimmobilien noch nicht berücksichtigt. Der Vorstandsvorsitzende Stephan Rind rechnet noch in diesem Jahr mit dem Aufbau eines substanziellen Wohnungsportfolios. Um für das weitere Wachstum die finanzielle Basis zu schaffen, soll Ende Juni oder Anfang Juli eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden.

REIT-Fantasie

Für die Aktie der Colonia Real Estate erwartet der Konzernchef eine deutliche Wertsteigerung, sollte sich die Bundesregierung dazu durchringen, das REIT-Gesetz (Real Estate Investment Trusts) in Deutschland ab 2006 einzuführen. Dies würde bedeuten, dass die Gesellschaft zwischen 80 und 90 Prozent des für das Jahr 2006 prognostizierten Gewinns als Dividende an die Aktionäre ausschütten müsste. Bei einem Überschuss von 1,09 Euro je Aktie läge die Dividendenrendite bei fast zehn Prozent, ein für deutsche Verhältnisse außerordentlich hoher Wert.

Aussichtsreicher Nebenwert

Mit einem KGV von 10 auf Basis der 2006er-Schätzungen ist Colonia Real Estate im Vergleich zu Vivacon (12), IVG Immobilien (20) oder Deutsche Euroshop (18) deutlich unterbewertet, selbst wenn aufgrund der niedrigen Börsenkapitalisierung ein Risikoabschlag vorgenommen wird. Für zusätzliche Fantasie sorgt die mögliche Einführung des REIT-Gesetzes sowie der Einstieg in den Bereich der Wohnimmobilien.

Solider Immobilienwert

Colonia Real Estate

 

ISIN DE0006338007
Kurs am 28.04.2005 10,40€
Empfehlungskurs 9,40€
Ziel 14,00€
Stopp 7,80€
KGV 06e 10
Chance/Risiko 4/3

 

Artikel aus DER AKTIONÄR (18/05)

 

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