VISA
- Andreas Deutsch - Redakteur

Visa: 130 Prozent plus - und weg

Visa bekommt einen neuen Chef, und das passt den Anlegern offenbar nicht. Die Aktie des größten Kreditkartenanbieters der Welt knickt im nachbörslichen Handel ein. Kein Wunder, die Performance unter dem alten Chef ist stark.

Visa-Chef Charlie Scharf hat nach vier Jahren auf dem Chefsessel seinen Rücktritt angekündigt. Er gibt sein Amt nach einer Unternehmensmitteilung vom Montag aus rein privaten Gründen ab. Aufgrund seiner persönlichen Situation könne er nicht mehr genug Zeit am Firmensitz in San Francisco verbringen, um seinen Job erfolgreich zu erledigen.

Zum Nachfolger wurde der bisherige Visa-Verwaltungsrat Alfred Kelly ernannt, eine ehemalige Führungskraft des Konkurrenten American Express. Der Personalwechsel soll am 1. Dezember vollzogen werden.

Scharf ist seit November 2012 Visa-Chef. In diesem Zeitraum hat die Aktie des Kreditkartenunternehmens 135 Prozent zugelegt, während die Aktie des Konkurrenten Mastercard lediglich 120 Prozent und der S&P 500 nur 62 Prozent gewonnen haben.

Deswegen ist es logisch, dass der Rücktritt nicht gut ankommt an Wall Street. Die Aktie gab nachbörslich in einem positiven Marktumfeld um ein Prozent ab.

Chance verdient

Alfred Kelly tritt in große Fußstapfen. Allerdings hat der 51-Jährige bei American Express sein außergewöhnliches Talent unter Beweis gestellt. Investierte Anleger sollten Kelly eine Chance geben und dabei bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


 

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