Nordex
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Vestas & Nordex: Energiewende-Fantasie verpufft

2011 war ein Horrorjahr für die Anleger in Wind-Aktien. Seit dem Jahreshoch im März hat das Papier des norddeutschen Windanlagenherstellers Nordex rund zwei Drittel an Wert verloren. Beim dänischen Konkurrenten Vestas schaut es nicht viel besser aus. Der Tiefpunkt scheint noch nicht erreicht.

Ein eisiger Wind fegt derzeit über den Windenergie-Sektor. Egal ob das Schwergewicht Vestas aus Dänemark oder der kleine deutsche Windenergieanlagenbauer Nordex - sie alle müssen an der Börse bluten. Seit dem Jahreshoch im März hat das Papier des norddeutschen Windanlagenherstellers rund zwei Drittel an Wert verloren. Seit dem Allzeithoch aus dem Jahre 2001 hat die Aktie sogar 96 Prozent eingebüßt. Bei Vestas schaut es nicht viel besser aus. Der weltgrößte Windkraftanlagenhersteller hat mit einem Verlust im dritten Quartal die Anleger verschreckt. Auch die ehrgeizigen Prognosen für 2015 sind nicht zu halten. Die Aktie notiert bei nur acht Euro. Anfang des Jahres war sie noch 25 Euro wert.

Es kommt noch schlimmer

Patrich Hummel, Analyst von der UBS, glaubt, dass Vestas noch nicht an seinem Tiefpunkt angelangt ist. Der Experte hat das Kursziel für Vestas von 80 auf 60 Dänische Kronen gesenkt und die Einstufung auf „Sell" bestätigt. Das Risiko ist groß, dass Vestas angesichts der schwachen europäischen Wirtschaft seine Auftragsziele nicht erreichen werde.

Überkapazitäten belasten

Es scheint tatsächlich so, dass sich die Lage auch in Zukunft schwierig bleiben wird. Die gesamte Windanlagenbranche leidet unter hohen Überkapazitäten. Der intensive Wettbewerb wird die  Profitabilität auch weiterhin belasten. Wann es für die Windaktien an der Börse wieder Rückenwind gibt, bleibt ungewiss. Analysten sehen noch keine Anzeichen für eine Trendwende. DER AKTIONÄR auch nicht.

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