Symrise
- DER AKTIONÄR

Verstärkung von der Bank

Der kleine Bruder macht es dem großen vor. Während der DAX noch mehr als 14 Prozent unter seinem Allzeithoch von März 2000 notiert, eilt der MDAX von Rekordhoch zu Rekordhoch. Auch die psychologische Marke von 10.000 Punkten konnte den Aufwärtstrend nicht stoppen. Allerdings haben nicht alle 50 MDAX-Werte von dieser Entwicklung profitiert.

Der MDAX macht das Spiel seines Lebens. Mit Symrise steht der nächste Einwechselspieler schon parat.

Der kleine Bruder macht es dem großen vor. Während der DAX noch mehr als 14 Prozent unter seinem Allzeithoch von März 2000 notiert, eilt der MDAX von Rekordhoch zu Rekordhoch. Auch die psychologische Marke von 10.000 Punkten konnte den Aufwärtstrend nicht stoppen.

Wer darf mitspielen?

Allerdings haben nicht alle 50 MDAX-Werte von dieser Entwicklung profitiert. Würde ein Trainer den MDAX für das nächste Spiel aufstellen, müsste dieser EADS und Südzucker wegen anhaltender Formschwäche austauschen, schließlich büßten beide Aktien in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 20 Prozent ihres Wertes ein. Weil aber nicht die Performance, sondern die Kriterien Börsenumsätze und Marktkapitalisierung des Streubesitzesüber die Indexzugehörigkeit entscheiden, gelten im Vorfeld der für den 5. Mai angesetzten Indexüberprüfung vor allem IWKA und Krones als Wackelkandidaten. Einfacher ist es, die Frage nach einem potenziellen Nachrücker zu beantworten. Hier gilt die seit dem 11. Dezember 2006 gelistete Symrise AG als klarer Favorit. Da der Hersteller von Duftstoffen und Aromen die Aufstiegskriterien klar erfüllt, darf er schon beim nächsten Verkettungstermin am 19. März auf einen der begehrten MDAX-Plätze hoffen.

Spielraum für Kursgewinne

Neben dem bevorstehenden Indexaufstieg sprechen auch die Fundamentaldaten für die Symrise-Aktie. Mit einem Marktanteil von neun Prozent gehört die aus der Fusion der ehemaligen Bayer-Tochter Haarmann & Reimer mit der Dragoco AG entstandene Gesellschaft zu den vier weltweit größten Herstellern von Geschmacks- und Duftstoffen. Zu den Kunden des Spezialchemie-Konzerns, der rund 4.900 Mitarbeiter beschäftigt, zählen Weltkonzerne wie Coca Cola, Nestlé und Unilever. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2006, in dem Symrise bei Umsätzen von 1,23 Milliarden Euro eine EBITDA-Marge von 19,8 Prozent erwirtschaftete, rechnen Analysten auch in den kommenden Jahren mit Wachstumsraten, die über dem Branchendurchschnitt liegen. Basierend auf der Gewinnschätzung von 1,39 Euro je Aktie für 2008 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei moderaten 14.

Spielraum für Kursgewinne

Die günstige Bewertung verschafft dem MDAX-Kandidaten Symrise ein Kurspotenzial von mindestens 30 Prozent. Charttechnisch befindet sich die Aktie noch in einer Seitwärtsbewegung, wobei das Überwinden des Widerstands bei 21 Euro ein wichtiges Kaufsignal generieren würde.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 09/2007.

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