- DER AKTIONÄR

Versatel wird filetiert

Die Versatel-Aktie konnte seit der Empfehlung von DER AKTIONÄR deutlich zulegen. Grund: Tele2 und Apax kaufen Versatel für 1,34 Milliarden Euro. In der Branche dürfte es weitere Übernahmen geben.

Die Versatel-Aktie konnte seit der Empfehlung von DER AKTIONÄR deutlich zulegen. Grund: Tele2 und Apax kaufen Versatel für 1,34 Milliarden Euro. In der Branche dürfte es weitere Übernahmen geben.

Von Andreas Deutsch

Das Telekomunternehmen Tele2 und der Finanzinvestor Apax wollen die holländische Telefongesellschaft Versatel für 1,34 Milliarden Euro übernehmen und untereinander aufteilen. DER AKTIONÄR hatte bereits im Juni (Ausgabe 25/05) darüber berichtet, dass Versatel kurz vor einer Übernahme steht.

Aufteilung nach Regionen

Apax übernimmt Versatels Deutschlandgeschäft und will der Deutschen Telekom einen härteren Konkurrenzkampf liefern. Tele2 baut mit dem Kauf des Versatel-Netzes in Belgien und Holland sein dortiges Geschäft aus.

Wie Versatel-Chef Raj Raithatha erklärte, genießt das Angebot der beiden die Unterstützung von Vorstand und Aufsichtsrat. Mit dem Hauptaktionär, der von TV-Produzent John de Mol kontrollierten Talpa Holding, die 42 Prozent der Versatel-Anteile hält, sei sich die Konzernleitung einig.

Beginn einer Fusionswelle?

Die Übernahme von Versatel zeigt: Die Konsolidierung im europäischen Telekomsektor ist in vollem Gange. Da das Wachstum bei Festnetz und Mobilfunk langsam nachlässt, konzentrieren sich die Unternehmen auf Zusammenschlüsse und Akquisitionen. Die Versatel-Übernahme setzt die Telekoms noch mehr unter Druck, so dass weitere Käufe und Fusionen nur eine Frage der Zeit sind.

Die ausführliche Berichterstattung zu Versatel aus DER AKTIONÄR (Ausgabe 25/05) finden Sie hier.

 

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