- Andreas Deutsch - Redakteur

Die größten Verlierer des Jahres

Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger hat in ihrem Schwarzbuch Börse 2009 etliche Unternehmen scharf kritisiert. Darunter sind große deutsche Konzerne wie Porsche, die Commerzbank oder Arcandor. Auch kleine Unternehmen wie das Medizintechnikunternehmen Pulsion haben sich offenbar fehlerhaft verhalten.

Einen "Meister des Misslingens" nennt die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger im Jahr 2009 den Autozulieferer Schaeffler, der sich einen monatelangen Machtkampf mit Continental geliefert hatte. Auch der Staat kommt schlecht weg: Im Fall der Hypo Real Estate - wenn auch nur zeitweise - habe sich der Staat unter die rücksichtslosen Enteigner mischen wollen. Dabei habe er "so entschieden und fintenreich gegen aktienrechtliche Kerngedanken und anlegerisches Rechtsempfinden verstoßen, als müsse er das Seine dazu beitragen, das kapitalvernichtende Höllenfeuer anzufachen."

Viele Missstände

Weiter kritisiert die SdK die Abfindung für den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. "50 Millionen Euro sind außerdem für deutsche Verhältnisse völlig überhöht", heißt es. Der Kurssturz der Commerzbank-Aktie von mehr als 80 Prozent seit Mitte 2007 sei für die Aktionäre höchst ärgerlich gewesen. Noch schlimmer sei die Pleite von Arcandor. Für Arcandor-Aktionäre blieb am Ende nichts übrig.

Auch das Medizintechnikunternehmen Pulsion habe sich nicht vorteilhaft verhalten. Viermal wurden die Anleger zu einer Hauptversammlung ein- und dreimal kurzfristig wieder ausgeladen, kritisiert die SdK.

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