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Verliebt in Splendid?

Das Medienunternehmen Splendid Medien hat harte Zeiten hinter sich, strotzt aber mittlerweile wieder vor Zuversicht. Die Aktie hat noch Nachholpotenzial.

Wie viele Medienunternehmen stand Splendid Medien kurz vor dem Abgrund – von einst 56 Euro im Jahr 2000 fiel das Papier 2003 unter die 1-Euro-Marke. Doch mit dem Siegeszug der DVD konnte auch der Kölner Lizenzhändler den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen.

Wachstumstreiber Home Entertainment

Der Lizenzhandel, mit dem bei Splendid vor 30 Jahres alles begann, spielt momentan nur noch eine untergeordnete Rolle. Per 30. September 2005 steuerten die Lizenzerlöse lediglich 12,5 Prozent zum Gesamtumsatz von 15,1 Millionen Euro bei. Dagegen läuft das Geschäft im Home Entertainment, der die Bereiche Kaufkassette/-DVD sowie Vermietkassette/-DVD umfasst, außerordentlich gut. Nach neun Monaten verbuchte Splendid ein Wachstum gegenüber 2004 um 22 Prozent auf 11,1 Millionen Euro. Als Kassenschlager erweisen sich die DVDs zur Telenovela „Verliebt in Berlin“, die von der Splendid-Tochter Polyband produziert und vertrieben werden. Ende Februar kommt bereits die 10. Staffel in den Verkauf. Einen Monat später erfolgt der DVD-Start des Splendid-Films „Wedding Bells“ in Deutschland.

Zuversicht für 2006

Vorstand Andreas Klein hat aufgrund der Erfolge im Home Entertainment derzeit keinen Grund zum Jammern. Für das Gesamtjahr 2005 erwartet er einen Umsatz im Bereich von 20 Millionen Euro und ein positives Ergebnis. der aktionär prognostiziert auf Basis der 9-Monatszahlen ein EBIT zwischen 2,3 und 2,5 Millionen Euro sowie einen Jahresüberschuss von rund 1,5 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2006 gibt sich Klein zuversichtlich: Die Gesellschaft sollte weiterhin vom DVD-Boom profitieren. Darüber hinaus will Splendid aus Eigenmitteln wieder verstärkt in die Lizenzbibliothek investieren. Umsatz und Ergebnis sollen weiter verbessert werden.

Fazit

Splendid hat derzeit einen Börsenwert von rund 16 Millionen Euro. Zieht man den Cashbestand von voraussichtlich rund fünf Millionen Euro ab, wäre das operative Geschäft nicht einmal mit dem halben Umsatz bewertet. Auf Basis der Fundamentaldaten sollte die Aktie auf Sicht von sechs Monaten rund 40 Prozent zulegen können.

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