Mastercard
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Vergessen Sie Commerzbank

Finanzwerte, nein danke! Vielen Anlegern sind Bank-Aktien nicht geheuer. Angesichts der Negativmeldungen der vergangenen Jahre wie Subprime-Krise und Euro-Schuldenkrise ist das auch kein Wunder. Es geht aber auch anders, wie diese Aktie beweist.

Mit der Commerzbank-Aktie war in den letzten Jahren kein Blumentopf zu gewinnen. Das DAX-Papier hat seit 2008 rund 95 Prozent an Wert verloren. Oder anders ausgedrückt: Von einer Anlagesumme von 5.000 Euro sind noch magere 250 Euro übrig. Dass es aber auch Finanzwert gibt, mit denen Anleger richtig gut Geld verdienen konnte, beweist Mastercard.

Vervielfacht

Die Mastercard-Aktie hat sich seit 2006 verneunfacht. Zugegeben, Mastercard ist keine Bank, sondern ein Finanzdienstleister. Das Geschäftsmodell ist einfach zu durchblicken. Mastercard verdient an den Gebühren, die Läden für jeden Kunden zahlen, der eine Mastercard verwendet. Die Gebühren variieren je nach Karte und Art des Ladens. Im Durchschnitt liegen diese bei rund zwei Prozent des Kaufpreises. Die Kreditkartenunternehmen teilen sich die Einnahmen mit den Banken, welche die Kreditkarten ausstellen. Trotz der gerechten Teilung kommt Mastercard besser davon. Denn bleiben Kartenschulden unbezahlt, haftet hierfür die Bank und nicht Mastercard.

Gewinnmaschine

Die Geschäftsentwicklung ist beeindruckend: Seit 2003 hat der Kreditkartenanbieter sein Ergebnis kontinuierlich verbessert. Dabei arbeitet der Konzern immer profitabler. Während 2003 noch rund 13 Prozent vom Umsatz als Gewinn übrig blieben, werden es in diesem Jahr voraussichtlich 56 Prozent sein. In den nächsten Jahren wird nicht nur der Umsatz weiter ansteigen, sondern sich auch die Profitabilität weiter verbessern.

Megamarkt: Mobiles Bezahlen

Die gute Geschäftsentwicklung wird sich fortsetzen. Potenzial versprechen mobile Bezahlsysteme. Hier mischt Mastercard kräftig mit: So ist der US-Konzern erst kürzlich mit der Deutschen Telekom eine strategische Partnerschaft eingegangen. Nutzer sollen mit ihrem Handy an weltweit mehr als 33 Millionen Mastercard-Akzeptanzstellen bezahlen können. Telekom-Chefentwickler Thomas Kiessling hat keinen Zweifel daran, dass hier ein Massenmarkt entsteht. Nach Schätzungen der Telekom werden bis 2016 mehr als 30 Prozent aller Transaktionen kontaktlos über das Smartphone erfolgen.

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Im Gegensatz zu vielen Banken ist bei Mastercard die Welt in Ordnung. Eine starke Marktstellung und hervorragende Wachstumsperspektiven sprechen für einen Einstieg. Die Aktie notiert nahe Allzeithoch. Langfristig ist mit einer ähnlichen Kursentwicklung wie in der Vergangenheit zu rechnen. Frische Impulse für die Aktie könnte es bereits morgen geben: Mastercard wird die Zahlen für das zurückliegende Quartal vorlegen.

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