Vale
- Werner Sperber - Redakteur

Vale: Jetzt geht es aufwärts; Börsenwelt Presseschau II

Die Experten von Platow Emerging Markets erinnern an den seit fünf Jahren sinkenden Kurs der Vorzugsaktie von Vale. Alleine im vergangenen Jahr belasteten Abschreibungen auf unprofitable Projekte und eine Steuernachzahlung von zehn Milliarden Dollar für ausländische Tochterfirmen den Gewinn des brasilianischen Rohstoffkonzerns. Das weltweit drittgrößte Minenunternehmen erlöst mit Eisenerz 80 Prozent des Konzernumsatzes. Der Preis für Eisenerz ist allerdings weiter gesunken; seit Jahresbeginn verbilligte sich der Rohstoff um 21 Prozent. Der Vorstand von Vale sieht die Nachfrage nach Eisenerz auf Dauer niedriger als die Kapazitäten der Förder-Unternehmen. Dennoch erwartet das Management ab der zweiten Jahreshälfte langsam anziehende Preise. Das Schlimmste sollte also überstanden sein, zumal auch die Abwertung des Brasilianischen Real im Vergleich zum Dollar hilft, denn die Geschäfte mit Eisenerz werden in Dollar abgerechnet. Der Vorstand tut allerdings auch selbst etwas für den künftigen Erfolg: Die Förderung von Nickel und Kupfer liefert immer größere Beiträge zum Ergebnis des Konzerns, der sich zunehmend auf profitable Projekte konzentriert. Das Management senkt zudem die Investitionen und die Kosten und produziert bereits jetzt im Vergleich zu den Wettbewerbern günstig. Die Aktie selbst ist attraktiv bewertet und die Dividendenrendite ist hoch. Die Ratingagentur Moody’s ist für Vale nun nicht mehr "Neutral" sondern "Positiv" gestimmt. Wenn die Preise für Eisenerz nicht noch einmal deutlich einbrechen, sollten risikobereite Anleger deshalb langsam bis zu einem Kurs von 9,50 Euro einsteigen und ihr Engagement bei 7,10 Euro absichern.

Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Der vorhergehende Text ist von der genannten Publikation übernommen sowie üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.)


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| Marion Schlegel | 0 Kommentare

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