DAX
- Michael Schröder - Redakteur

US-Notenbank drosselt Anleihekäufe - Leitzins bleibt unverändert

Keine Überraschungen bei der US-Notenbank: Die Fed hält am langsamen Ausstieg aus ihrer lockeren Geldpolitik fest und schraubt die Konjunkturhilfen weiter herab. Der Leitzins bleibt dagegen unverändert zwischen null und 0,25 Prozent. Auf diesem Rekordtief liegt er seit Ende 2008.

Die Federal Reserve hält an ihrem langsamen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik fest. Der Erwerb von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren werde zum siebten Mal in diesem Jahr um zehn Milliarden Dollar (7,7 Milliarden Euro) pro Monat zurückgefahren, teilte die Zentralbank vor wenigen Minuten in Washington mit. Gestartet war die mittlerweile dritte Kaufrunde von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren im Herbst 2012. Im kommenden Oktober, also zwei Jahre später, dürften die Käufe komplett eingestellt werden. Die Bilanzsumme der Fed wird sich dann von 900 Milliarden Dollar vor der Krise auf knapp 4,5 Billionen Dollar verfünffacht haben.

Zugleich signalisierte die US-Notenbank, dass sie auch „geraume Zeit“ nach dem für angepeilten Ende der Konjunkturhilfen an dem sehr niedrigen Zins festhalten werden. Sie betonte, die Ressourcen am Arbeitsmarkt seien bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Im Schnitt veranschlagen die Währungshüter nun ein Leitzinsniveau von 1,375 Prozent für Ende kommenden Jahres. Noch im Juni hatten sie lediglich 1,125 Prozent angepeilt. Die Märkte rechnen damit, dass die Zinswende erst Mitte 2015 kommen wird.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Nächster Krisenherd: DAX kurz vor dem Ausverkauf?

Am deutschen Aktienmarkt steht der nächste schwache Wochenstart ins Haus. Der DAX, schon letzte Woche stark geprügelt, wird kurz nach 8:00 Uhr unterhalb der 11.500-Punkte-Marke gesehen. Neben Handelskrieg, Schuldenkrise und Konjunkturangst droht jetzt noch eine neue Krise im Nahen Osten. Im Fall … mehr
| Florian Söllner | 0 Kommentare

Kommentar DAX-Crash: Dancing in the rain

Ich fühle mich erfrischt, in Aufbruchstimmung – mir geht es trotz DAX-Crash so gut, dass mich Kollegen heute beim fröhlichen „Guten Morgen“ skeptisch beäugt haben. Tatsächlich hat die letzten Tage quasi jeder, auch ich, Geld verloren. Doch ich weiß, dass jetzt eine Phase anbricht, die für Value- … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

DAX im Rallyemodus - Strohfeuer oder Trendwende?

Am Vorabend hatte es noch zappenduster für den deutschen Aktienmarkt ausgesehen. Der Dow Jones hatte eben bei knapp 25.000 Punkten geschlossen und damit den 2-Tages-Einbruch um 1.300 Zähler perfekt gemacht. Entsprechend notierte der XDAX schon unter 11.500 Punkten. Doch über Nacht haben die … mehr
| Jochen Kauper | 1 Kommentar

Aktien-Experte Thomas Gebert: "Stoppkurse nicht sinnvoll"

Die Sinnhaftigkeit der beiden Börsenregeln: „Immer Stoppkurse setzen“ und „Gewinne laufen lassen“, lässt sich statistisch nicht erhärten. "Es heißt ja, man soll nach einem Aktienkauf immer einen Stoppkurs setzen. Das sagen vor allem diejenigen, die Aktien empfehlen, damit sie aus dem Schneider … mehr