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- Michael Schröder - Redakteur

US-Notenbank: Bernanke kündigt Ende der Geldflut an

Die US-Notenbank Fed stellt ein Ende ihrer milliardenschweren Anleihekäufe in Aussicht. Am Mittwoch äußerte sich Fed-Chef Ben Bernanke erstmals konkret zum Ausstieg aus der quantitativen Lockerung. Demnach könnte die Federal Reserve den Geldhahn Mitte 2014 komplett zudrehen, sollte sich die konjunkturelle Entwicklung wie von der Fed erhofft fortsetzen. Die Aktienmärkte reagierten verschnupft.

Die US-amerikanische Notenbank Fed setzt ihre milliardenschweren Anleihekäufe zunächst fort. Um die Erholung der Binnenkonjunktur zu stützen wird die Notenbank weiterhin langfristige Staatsanleihen und mit Hypotheken besicherte Wertpapiere im Wert von monatlich 85 Milliarden Dollar kaufen. Das Tempo der Käufe kann - abhängig von der Entwicklung am Arbeitsmarkt - erhöht oder auch reduziert werden. Dementsprechend beließ die Notenbank ihren Leitzins in einer Spanne zwischen null und 0,25 Prozent.

Geldpolitik bleibt noch lange locker
Aber: Fed-Chef Ben Bernanke signalisierte gestern Abend zudem eine erste Reduzierung der Bondkäufe für den späteren Jahresverlauf. In der Folgezeit könnten die Wertpapierkäufe schrittweise verringert werden. Bernanke bekräftigte, dass die Geldpolitik der Fed auch nach dem Ausstieg aus den Anleihekäufen noch lange locker bleiben werde. Eine erste Erhöhung des Leitzinses, der seit viereinhalb Jahren knapp über null Prozent verharrt, liege in weiter Ferne, sagte der Fed-Chef. Selbst wenn die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent falle, müsse dies nicht unbedingt mit Zinserhöhungen einhergehen.

Märkte unter Druck
Der US-Dollar reagierte mit starken Kursgewinnen auf die Äußerungen, amerikanische Staatsanleihen und Aktien gerieten dagegen unter Druck. Auch die Börsen in Asien haben mit klaren Verlusten auf die Fed reagiert.

(Mit Material von dpa-AFX)

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