Bank of America
- Thomas Bergmann - Redakteur

US-Banken unter Top-Verlierern - Blutbad am Donnerstag bei Deutsche Bank & Co?

Citigroup, Bank of America und JPMorgan Chase - alle drei Großbanken zählen am Mittwochabend zu den größten Verlierern im S&P 500. Dabei hatte die Bank of America mit einem leichten Konzerngewinn überrascht. Die Aussichten auf Donnerstag sind daher für alle Deutsche-Bank- und Commerzbank-Aktionäre alles andere als rosig.

Rekordstrafe verhagelt Bilanz

Eine Milliardenstrafe wegen dubioser Hypothekendeals vor der Finanzkrise hatte im dritten Quartal tiefe Löcher in die Bilanz der Bank of America gerissen. Die Bank verdiente unter dem Strich nur 168 Millionen Dollar nach 2,5 Milliarden Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Ohne die Milliardenstrafe hätten die Ergebnisse aber deutlich besser ausgesehen. Das bereinigte Ergebnis lag bei 40 Cent pro Aktie - erwartet wurden im Markt 32 Cent. Das Institut konnte im Geschäft mit Kreditkarten punkten und profitierte, weil der Wirtschaftsaufschwung in Amerika mehr Konsumenten ihre Schulden pünktlich zurückzahlen ließ.

Bereits am Vortag überraschte die Citigroup mit Zahlen, die über den Analystenprognosen lagen. Dennoch verlieren die Bank-Aktien heute deutlich. Um rund sechs Prozent geht es zur Stunde nach unten.

Schlechte Aussichten für deutsche Banken

Die Kursentwicklung der US-Banken lässt für Deutsche Bank & Co am Donnerstag nichts Gutes erwarten. Beide Papiere zählten heute bereits zu den schwächsten Werten im DAX. Die Aktie der Deutschen Bank wurde neben dem schlechten Sentiment auch von einem negativen Analystenkommentar belastet. Andrew Lim von der Société Générale bestätigte seine Verkaufsempfehlung.

Augen zu ...

Bei der Commerzbank-Aktie geht indes der Blick nun wieder in Richtung 9,90 Euro, wo der Titel eine wichtige Unterstützung hat. Bei der Deutschen Bank kommt es darauf an, dass die Unterstützung im Bereich 24,50 Euro hält. Sollte die Aktie darunter fallen, droht ein Absturz bis auf 21 Euro, dem Tief von 2012. Bei beiden Aktien sollten die Anleger mit einem Kauf abwarten, bis sich der Markt merklich beruhigt hat.

(Mit Material von dpa-AFX)

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