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- Michael Schröder - Redakteur

Anleger aufgepasst: Zieht der Dow Jones den DAX mit in die Tiefe?

Das mittelfristige Schicksal des Dow Jones Industrial hängt nach Einschätzung der WGZ Bank am seidenen Faden. Mit Blick auf den Chart droht demnach bis Ende der Woche noch ein weiterer Rückschlag in Richtung 15.100 Punkte. Das würde auch den Verkaufsdruck beim DAX wieder erhöhen.

"Noch können die Bullen dieses Schicksal aber abwenden", so Analyst Stephen Schneider in einer technischen Analyse. "Notwendig wären dafür aber zeitnah anziehende Kurse." Wünschenswert wäre nach Einschätzung des Experten ein Wochenschluss über 15.750 Punkten. "Dann wäre der Index mit einem blauen Auge davongekommen, denn der langfristige Trend bliebe nochmals intakt", erklärte Schneider. "Nutzen die Bullen die dargebotenen Chancen allerdings nicht, könnte die Korrektur noch über den Jahreswechsel hinaus anhalten."

Der Indikator RSI sei inzwischen auf ein "außergewöhnlich tiefes Niveau" gesunken. "Der aktuelle Wert des Indikators wurde nur noch beim Anschlag auf das World Trade Center und beim Crash im Jahr 1987 unterboten." Auch im Wochenchart spreche die überverkaufte Lage für eine Gegenbewegung. Unter saisonalen Aspekten schätzt Schneider den bevorstehenden neuen Monat vorsichtig ein. Nach deutlichen Verlusten im September habe der Dow jedoch zum Jahresende meist anziehen können.

Geht der Dow Jones tatsächlich weiter auf Talfahrt, dürfte dies den DAX ebenfalls belasten. Eine charttechnische Einschätzung zum heimischen Leitindex gibt es hier.

(Mit Material von dpa-AFX)


Wann wird die nächste Blase platzen?

Irrationaler Überschwang

Autor: Shiller, Robert J.
ISBN: 9783864702532
Seiten: 432
Erscheinungsdatum: 17.04.2015
Verlag: Plassen Verlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit:als Buch und als eBook verfügbar

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Er hat die Technologieblase vorhergesagt und vor der Immobilienblase warnte er ebenfalls frühzeitig. Nun analysiert Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert Shiller die aktuelle Situation an den Finanzmärkten – und warnt erneut.

Mit seiner Theorie des „Irrationalen Überschwangs“ zeigt Nobelpreisträger Robert Shiller, dass Euphorie seitens der Akteure die Märkte auf unhaltbare und gefährliche Niveaus treiben kann. So geschehen in den Jahren 2000 bei der Hightechblase und 2007/2008 bei der Subprimeblase, die Shiller präzise vorhergesagt hat.

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