E.on
- Nikolas Kessler - Redakteur

Update RWE und E.on: Versorger-Aktien fallen ins Bodenlose – Ministerium dementiert

Für E.on und RWE gibt es am Dienstag kein halten – um mehr als zehn Prozent sind die Aktien der beiden Energieversorger zwischenzeitlich gefallen. Dass das Bundeswirtschaftsministerium den Bericht des Spiegel am Mittag dementiert hat, kann den Kursrutsch kaum bremsen.

In einem am Montagabend veröffentlichten Online-Artikel hat das Nachrichtenmagazin gemeldet, dass die Rückstellungen der deutschen Energieversorger für den Atomausstieg bei weitem nicht ausreichen. Unter Verweis auf das vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Gutachten nennt der Bericht einen Fehlbetrag von 30 Milliarden Euro.

In der Folge sind die Aktien von E.on und RWE am Dienstag zwischenzeitlich um mehr als zehn Prozent in die Tiefe gerauscht. Die ohnehin seit Jahren krisengeplagten Titel haben dabei jeweils neue Rekordtiefs markiert.

Ministerium dementiert

Das Bundeswirtschaftsministerium, das die Überprüfung der Versorger im Sommer in Auftrag gegeben hatte, hat die in der Presse veröffentlichten Zahlen am Mittag dementiert. Das Ergebnis des „Stresstests“ liege noch nicht vor und werde erst im Herbst veröffentlicht, hieß es dazu aus Berlin.

 

Bereits in der vergangenen Woche war öffentlich spekuliert worden, dass die Rückstellungen der Konzerne vermutlich nicht ausreichen werden. Auch wenn sich die vom Spiegel genannten Zahlen als falsch herausstellen sollten, zeigt die Reaktion an den Börsen doch, in welcher prekären Lage die Versorger stecken.

Finger weg!

Der negative Newsflow und das katastrophale Chartbild sagen eigentlich alles: Finger weg von E.on und RWE!

(Mit Material von dpa-AFX)


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  • Walter White -
    Das halte ich aber für zutreffend: "Auch die Risiken hinsichtlich der Kosten für den Atomausstieg seien inzwischen angemessen im Kurs eingepreist. Der Abbau der Kernkraftwerke wird 80 Jahre dauern. Dann ist es für die Unternehmen RWE, Vattenfall, EnBW und E.ON locker möglich in diesen Zeitraum 30 Mrd. € zu zahlen.

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