- DER AKTIONÄR

Update - König Kunde

Update Software will die Expansion nach Osteuropa forcieren. Im Aktienkurs ist die Osteuropa-Fantasie jedoch noch nicht eingepreist. Anlegern bietet sich eine 50-Prozent-Chance.

Update Software will die Expansion nach Osteuropa forcieren. Im Aktienkurs ist die Osteuropa-Fantasie jedoch noch nicht eingepreist. Anlegern bietet sich eine 50-Prozent-Chance.

Von Markus Horntrich

Der Kundenstamm ist für jedes Unternehmen von großer Bedeutung, vor allem in Zeiten, in denen das Geld der Konsumenten nicht gerade locker sitzt. Zur Pflege und Optimierung der Beziehung zu ihren Kunden setzten daher immer mehr Firmen auf so genannte CRM-Systeme (Customer Relationship Management). Die bekanntesten Softwareanbieter aus dieser Branche sind SAP und Siebel Systems. Den meisten wohl weniger geläufig ist die österreichische Update Software AG. Der wesentlich kleinere Anbieter braucht sich aber vor den Großen der Branchen nicht zu verstecken.

Go East!

Mit mehr als 750 Kunden und rund 81.000 Anwendern zählen sich die Österreicher zu Recht zu den führenden CRM-Software-Anbietern in Europa. Die mit namhaften Unternehmen wie 3M, AstraZeneca, Beiersdorf, DuPont, Philips, Roche oder Siemens versehene Kundenliste spricht für die Qualität der Softwareprodukte und IT-Dienstleistungen der Wiener. Abgesehen von der ohnehin starken Nachfrage nach CRM-Lösungen bietet den Alpenländern insbesondere die Expansion nach Osteuropa große Wachstumsperspektiven. In den nächsten zwei bis drei Jahren peilt Update Software die Marktführerschaft in Ungarn, Polen und Tschechien an, wo man bereits mit Tochterunternehmen vertreten ist. Der Markteintritt in Russland, Kroatien und Slowenien steht ebenfalls bereits vor der Tür.

Echtes Schnäppchen

Zwar musste Update Software der Ostexpansion im ersten Quartal 2005 Tribut zollen - mit 21.000 Euro wurde aufgrund höherer Ausgaben für Vertrieb und Marketing deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum (448.000 Euro). Dafür dürften Umsatz und auch Ertrag durch das forcierte Osteuropageschäft künftig mit deutlich zweistelligen Wachstumsraten aufwarten. Rund 18 Millionen Euro werden die Österreicher in diesem Jahr umsetzen. Unter dem Strich dürfte ein Gewinn von 0,23 Euro je Aktie stehen. Bereits im nächsten Jahr ist ein kleiner Ergebnissprung auf 0,32 Euro je Aktie möglich, wobei mit einem Umsatz von 21,3 Millionen Euro gerechnet wird.

Finanziell ist Update für die Ostexpansion bestens gerüstet. Etwas über zehn Millionen Euro stehen den Wienern an liquiden Mitteln zur Verfügung, das entspricht knapp einem Drittel der aktuellen Marktkapitalisierung. Vor diesem Hintergrund ist die Aktie mit einem 2006er-KGV von 10 ein echtes Schnäppchen. Die Wettbewerber der Österreicher sind im Schnitt mit mehr als dem 20fachen Gewinn für 2006 bewertet.

50-Prozent-Chance

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Osteuropafantasie bei Update Software an der Börse gespielt wird. Allein die gute Finanzbasis und die günstige Bewertung rechtfertigen einen Kursaufschlag von 50 Prozent. Die gute Liquiditätsausstatung und die Tatsache, dass das Unternehmen kaum Verbindlichkeiten hat, sichert die Aktie zudem gut nach unten ab. Auf Jahressicht sind Kurse bis fünf Euro allemal drin.

 

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Osteuropafantasie bei Update Software an der Börse gespielt wird. Allein die gute Finanzbasis und die günstige Bewertung rechtfertigen einen Kursaufschlag von 50 Prozent. Die gute Liquiditätsausstatung und die Tatsache, dass das Unternehmen kaum Verbindlichkeiten hat, sichert die Aktie zudem gut nach unten ab. Auf Jahressicht sind Kurse bis fünf Euro allemal drin.

 

Update Software

 

ISIN AT0000747555
Kurs am 18.07.2005 3,52€
Empfehlungskurs 3,35€
Ziel 5,00€
Stopp 2,80€
KGV 06e 10
Chance/Risiko 4/3

Artikel aus DER AKTIONÄR (29/05).

 

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