GENESEE + WYOMING A
- DER AKTIONÄR

Unter Volldampf

Vor wenigen Wochen wurde publik, dass der erfolgreichste Investor der Welt, Warren Buffett, bei Eisenbahngesellschaften einsteigt. Nicht ohne Grund wildert der zweitreichste Mann der Welt in der Branche: Das Geschäft brummt so stark wie schon lange nicht mehr. So strotzt beispielsweise CSX, eine der größten US-Eisenbahngesellschaften, vor Kraft:

Der Eisenbahnkonzern Genesee & Wyoming glänzt mit guten Wachstumsraten, zahllosen Zukäufen und einer soliden Bilanz. Ein potenzielles Ziel für Aufkäufer?

Vor wenigen Wochen wurde publik, dass der erfolgreichste Investor der Welt, Warren Buffett, bei Eisenbahngesellschaften einsteigt. Nicht ohne Grund wildert der zweitreichste Mann der Welt in der Branche: Das Geschäft brummt so stark wie schon lange nicht mehr. So strotzt beispielsweise CSX, eine der größten US-Eisenbahngesellschaften, vor Kraft: Das Management kündigte an, das Aktienrückkaufprogramm um eine Milliarde Dollar aufzustocken, die Dividende um 25 Prozent zu erhöhen und in den kommenden vier Jahren 6,4 Milliarden Dollar zu investieren.

Ein Industriespezialist

Gerüchten zufolge könnte Buffett auch beim kleinen Spezialbetrieb Genesee & Wyoming Aktien einsammeln. Die 1899 gegründete Firma aus Greenwich/Connecticut betreibt regionale Strecken in den USA, Kanada, Mexiko, Australien und Bolivien. 48 Eisenbahnen in zehn Regionen bewegen Industriefracht – hauptsächlich Kohle, Koks, Erze, Gestein, Metallröhren, Baumstämme, Chemikalien oder Nahrungsmittel von Bauernhöfen. Angebunden sind zehn Häfen. Das eigene Schienennetz erstreckt sich auf 6.800 Meilen, 3.700 Meilen sind angemietet. Auf dem Heimatmarkt konzentriert sich Vorstandschef Mortimer B. Fuller, der Ur-Großenkel des Firmengründers, auf die Regionen Oregon, New York/Pennsylvania, Illinois, auf die Hafenstädte in Südstaaten wie Florida sowie die Rocky Mountains und Oregon. Fuller verfolgt eine konsequente Expansionsstrategie: Seit 1985 übernahm er 28 Konkurrenten. Zudem schaut er sich auch im Ausland um.

Umsatz und Gewinn in Fahrt

Das Geschäft läuft auf Hochtouren. Seit 2002 kletterte der Umsatz von 209 Millionen auf zuletzt 479 Millionen Dollar. Im Schnitt legten die Einnahmen um mehr als 20 Prozent per annum zu. Noch stärker kam der Überschuss in Fahrt. Im gleichen Zeitraum stieg das Ergebnis von 24,4 Millionen auf 59,6 Millionen Dollar oder um 23 Prozent jährlich. Im vergangenen Jahr kam ein stattlicher Gewinn von 3,17 Dollar je Aktie zusammen – auch wenn das Resultat von Einmalerträgen aus dem Verkauf einer Beteiligung in Australien geprägt war.

Kurs-Lokomotive

Gemäß den Analystenprognosen für 2008 weist das Papier ein moderates KGV von 16 auf. Beachtlich dabei ist die robuste Bilanz. So liegen nach Abzug kurzfristiger Schulden eiserne 143 Millionen Dollar in der Kasse. Die Eigenkapitalquote kommt auf gesunde 46 Prozent. Seit der Jahrtausendwende hat sich der Kurs verachtfacht. Wer einen langfristigen Atem hat, sollte auf den fahrenden Zug aufspringen.

Kursziel bei Genesee & Wyoming: 26,00 Euro. Stopp: 17,80 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 21/2007.

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