United Internet
- Maximilian Völkl

United Internet: Vorstand verkauft Aktien – ein schlechtes Zeichen?

Das Jahr 2016 ist für die Aktionäre von United Internet bisher kein erfreuliches gewesen. Nach den Zahlen in der letzten Woche hängt die Aktie weiterhin im Abwärtstrend fest. Obwohl es im operativen Geschäft gut läuft, hat die schwache Entwicklung der Beteiligung Rocket Internet auf die Stimmung gedrückt. Ein Vorstandsmitglied hat jetzt die Konsequenzen gezogen und Aktien verkauft.

Seit 2014 ist Martin Witt Vorstandsvorsitzender von 1&1 Telecommunication und damit Vorstandsmitglied von United Internet. Nun hat er sich von einem großen Aktienpaket im Wert von 200.725 Euro getrennt – bei einem Preis von 40,14 Euro je Anteil. Trotz des Insiderverkaufs sollten sich Anleger aber keine Sorgen um den Internetdienstleister machen. Das operative Geschäft läuft gut, lediglich die Beteiligung an Rocket Internet hat die jüngsten Quartalszahlen belastet.

Langfristig dürfte das erneut starke Kundenwachstum den Aktienkurs aber wieder antreiben. Aktuell notiert der TecDAX-Titel knapp über der wichtigen Unterstützung bei 38,50 Euro. Kann diese Marke verteidigt werden, dürfte der Blick bald wieder nach oben gehen. Eine Attacke auf den Widerstand bei 41,25 Euro wäre der erste Schritt. Bei 43,90 Euro verläuft dann die 200-Tage-Linie als nächste Hürde.

Für Mutige

Die Entwicklung im operativen Geschäft macht Mut. Der Vorstandsvorsitzende und Gründer Ralph Dommermuth hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er den Konzern erfolgreich führen kann. Bei der Aktie sollten bald wieder höhere Kurse möglich sein. Mutige Anleger können das aktuelle Niveau nutzen, um eine erste Position aufzubauen. Der Stopp sollte allerdings eng unterhalb des 52-Wochen-Tiefs platziert werden.

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