United Internet
- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

United Internet: Investor trennt sich von riesigem Aktienpaket

Die Aktie von Europas größtem Internetkonzern rutscht am Dienstag tief ins Minus. Medienberichten zufolge soll Warburg Pincus 11,9 Millionen Aktien platziert haben. Das Problem: der Platzierungspreis.

Bei der Umplatzierung soll die schweizerische Großbank UBS Hilfestellung geleistet haben. Als Verkaufspreis wird eine Spanne zwischen 16,00 bis 16,50 Euro genannt. Am oberen Ende entspricht das einer Differenz zum Vortagesschlusskurs auf Xetra von rund fünf Prozent (Schluss: 17,33 Euro). 

Jetzt kommt's drauf an

Die Anleger reagieren auf die Nachricht wenig erfreut. Bei Tradegate wechselt das im TecDAX gelistete Papier für 16,55 Euro den Besitzer.

Bis dato galt der Titel mit plus 23 Prozent (Stand: Vortag) als einer der solidesten Performer im laufenden Börsenjahr. Nach einer Korrektur im Frühsommer schraubte sich die UI-Aktie von Juni bis Anfang Dezember von 12,50 Euro auf 17,50 Euro in die Höhe.

Die Nachricht vom Aktienverkauf könnte sich kurzfristig nun als Bremsklotz erweisen. Das gilt vor allem für den Fall, dass der Titel deutlicher unter die Marke von 16,50 Euro rutscht. Das Kursniveau markiert eine wichtige Ausbruchsmarke und ist damit charttechnisch von Bedeutung.

Rücksetzer zum Einstieg nutzen

Mit nachhaltigen Auswirkungen auf den Kursverlauf rechnet DER AKTIONÄR nicht. Das operative Geschäft bei United Internet läuft absolut stabil. Zuletzt hatte UI einen zweistelligen Umsatzzuwachs gemeldet und die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt.

Der Kursrücksetzer eröffnet Investoren mit einem mittelfristigen Anlagehorizont eine überraschende (und attraktive) Möglichkeit zum Einstieg.

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