Unicredit
- Thorsten Küfner - Redakteur

Unicredit steigt und steigt

Die Aktie der Unicredit hat ihre beeindruckende Rallye auch in den vergangenen Handelstagen fortgesetzt. Ausgehend vom vor zwei Wochen markierten Tief bei 2,20 Euro hat der Kurs bereits rund 70 Prozent zugelegt. Dennoch sprechen einige Fakten immer noch für einen Einstieg.

Während das Gros der Anleger in Deutschland auf die Aktie der Commerzbank blickt (siehe unter: Commerzbank mit Kursfeuerwerk), kann die Aktie der Hypovereinsbank-Mutter Unicredit noch stärker zulegen. Ausgehend vom kürzlich markierten Allzeittief bei 2,20 Euro schoss der Kurs bis auf mehr als 3,70 Euro nach oben - ein Plus von knapp 70 Prozent. Allerdings sollten Anleger jetzt nicht der verpassten Chance nachweinen, sondern die italienische Großbank genauer unter die Lupe nehmen.

Starke Stellung, solide Bilanz

Die Unicredit ist nicht nur auf dem italienischen Heimatmarkt stark aufgestellt, sondern auch in vielen aufstrebenden zentral- und osteuropäischen Ländern. Durch die Töchter Hypovereinsbank und Bank Austria ist der Bankenriesen darüber hinaus auch in Deutschland und Österreich ein größerer Player. Dank der Kapitalerhöhung im Volumen von 7,5 Milliarden Euro, stärken die Mailänder ihre Bilanz, die durch die beherzten Abschreibungen auf übernommene Banken in Osteuropa bereits im dritten Quartal von zahlreichen Altlasten bereinigt wurde - das hat die Unicredit vielen anderen Großbanken voraus.

Zudem ist die Unicredit weit weniger als etwa Institute wie die Deutsche Bank von den stark schwankenden Erträgen im Investmentbanking abhängig. Sie verdient ihr Geld vor allem im Geschäft mit Firmen- und Privatkunden.

Mutige greifen zu

Angesichts der starken Stellung in attraktiven Märkten und des soliden Kapitalpolsters ist die Bewertung der Unicredit-Aktie trotz der jüngsten Kurserholung immer noch sehr niedrig. So notieren die Anteile noch weit unter dem ausgewiesenen Eigenkapital, das Kurs-Buchwert-Verhältnis beträgt lediglich 0,3. Das KGV für das laufende Jahr beläuft sich auf 10, im kommenden Jahr dürfte es auf 6 sinken. Mutige Anleger können daher immer noch zugreifen, wobei angesichts der ausgebildeten Fahnenstange im Chart natürlich kurzfristig die Gefahr von stärkeren Kursrücksetzern besteht. Das Kursziel lautet indes weiterhin 5,00 Euro, der Stopp sollte nun auf 2,50 Euro nachgezogen werden.

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