Unicredit
- Thorsten Küfner - Redakteur

Unicredit: Aabar stockt auf

Der Staatsfonds des Emirats Abu Dhabi, Aabar, will seine Beteiligung an der Unicredit erhöhen. Die Araber hatten schon einmal einen günstigen Zeitpunkt zum Einstieg gewählt. Hingegen wird der Anteil eines anderen Großaktionärs an der italienischen Großbank offenbar sinken.

Der Staatsfonds des Emirats Abu Dhabi, Aabar, will seine Beteiligung an der Unicredit ausbauen. Daher beteiligen sich die Araber an der laufenden Kapitalerhöhung und wollen darüber hinaus noch weitere Aktien kaufen. Dadurch soll Aabars Anteil an der italienischen Großbank von derzeit knapp fünf auf 6,5 Prozent klettern. Ein Sprecher des Staatsfonds erklärte: „Wir glauben an den grundsätzlichen Wert der Bank und ihre wichtige Rolle im italienischen und europäischen Kontext." Aabar ist im März 2009 bei der Unicredit eingestiegen - und hatte damit nahezu das Tief der Aktie erwischt.

Libyen hält sich zurück

Hingegen wird der Großaktionär Libyen seine Bezugsrechte wohl nicht komplett ausüben. Das Land hält derzeit knapp 7,5 Prozent der Unicredit-Aktien. Dies hat informierten Kreisen zufolge die Zentralbank des nordafrikanischen Staates entschieden. Bislang gab es jedoch weder von der Zentralbank noch von der Regierung Libyens ein offizielles Statement.

Aktie bleibt ein Kauf

Die mit einem 2012er-KGV von 8 und einem KBV von 0,3 sehr günstig bewertete Unicredit-Aktie bleibt eine der spannendsten - und aussichtsreichsten - Turnaround-Storys im Bankensektor. Mutige Anleger greifen zu (Stopp: 2,10 Euro), konservativere Anleger sollten hingegen noch abwarten.

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