- DER AKTIONÄR

Unicredit - Rendite auf italienische Art

Nach der Übernahme der HypoVereinsbank wird Unicredit noch stärker. Die Aktionäre der italienischen Großbank werden seit Jahren mit üppigen Dividenden belohnt. Vor allem für langfristig orientierte Anleger eignet sich das Papier als Basisinvestment.

Nach der Übernahme der HypoVereinsbank wird Unicredit noch stärker. Die Aktionäre der italienischen Großbank werden seit Jahren mit üppigen Dividenden belohnt. Vor allem für langfristig orientierte Anleger eignet sich das Papier als Basisinvestment.

Von Andreas Deutsch

Vor knapp drei Wochen war es endlich soweit: Die EU-Kommission genehmigte die Übernahme der HypoVereinsbank durch die italienische Großbank Unicredit. Damit ist der Weg frei für die größte grenzüberschreitende Bankenfusion Europas. Für einen Kauf der Unicredit-Aktie gibt es mehrere gute Gründe. Ein sehr überzeugender Grund: die Dividendenrendite beträgt stattliche 4,5 Prozent.

Stark im Osten

Nach dem HVB-Coup hat Unicredit-Chef Alessandro Profumo ehrgeizige Pläne: "Wir wollen die beste Bank in Deutschland werden", so Profumo in der "Börsen-Zeitung". Die Zielsetzung messe er an Kundenzufriedenheit sowie an Profibilität und Aufwand-Ertrag-Relation. Ein besseres Timing für den HVB-Coup hätte die Unicredit kaum haben können. Denn nach einer längeren Krise steht die zweitgrößte Bank Deutschlands wieder gut da und sollte sich für Unicredit bereits mittelfristig auszahlen. Aber mit dem Kauf der HVB ist der Expansionsdrang der Italiener noch lange nicht zu Ende. So kündigte das Geldhaus vor wenigen Tagen an, weitere Wachstumsaussichten in Osteuropa, aber auch im nahen und mittleren Osten prüfen zu wollen. In Osteuropa ist Unicredito mit Bank Pekao in Polen und mit der Zagrebacka Bank in Kroatien Marktführer. Stark positioniert sind die Italiener zudem in Bulgarien, in der Slowakei, in Rumänien und in Tschechien. Darüber hinaus ist Unicredit zusammen mit der Koc-Gruppe an der sechstgrößten türkischen Bank, Yapi Kredi, beteiligt. Zudem will sich Unicredit verstärkt im Versicherungsbereich engagieren. Dass die Kombination von Assekuranz und Bankgeschäften eine Erfolgsstory sein kann, beweisen seit einigen Jahren die beiden holländischen Finanzinstitute ING und ABN Amro. Unicredit hat bereits Kooperationen mit der britischen Aviva und mit der Allianz AG. Mit all diesen Schritten stellt Unicredit die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Aller Voraussicht nach wird das italienische Geldhaus nach 2004 auch 2005 mit einem Rekordgewinn abschließen. Die Dividende dürfte nächstes Jahr 0,22 Euro je Aktie betragen, womit sich beim aktuellen Kurs eine Dividendenrendite von stolzen 4,5 Prozent ergibt.

Fazit: Hochprofitabel

Durch die Übernahme der HypoVereinsbank hat sich Unicredit im wichtigen deutschen Markt sehr gut positioniert. Auch die clevere Expansionsstrategie gen Osten sollte bei den Italienern auch in Zukunft die Kassen klingeln lassen. Bereits jetzt ist Unicredit mit einer Eigenkapitalrendite von knapp 18 Prozent die rentabelste Bank Italiens. Anleger, die sich Unicredit-Aktien ins Depot holen, werden zudem jedes Jahr mit einer üppigen Dividende belohnt.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV