- DER AKTIONÄR

UMS - Der Befreiungsschlag

Die erstaunlich günstig bewertete Aktie der UMS AG steht vor einer Neubewertung - schrieb der Open-Market-Report in der letzten Woche. Diese Meinung teilten offensichtlich auch die Börsianer, denn das Papier zog in den letzten Tagen deutlich an. Die Börsenbrief-Experten gehen mittelfristig jedoch von noch weitaus höheren Kursen aus.

Die erstaunlich günstig bewertete Aktie der UMS AG steht vor einer Neubewertung - schrieb der Open-Market-Report in der letzten Woche. Diese Meinung teilten offensichtlich auch die Börsianer, denn das Papier zog in den letzten Tagen deutlich an. Die Börsenbrief-Experten gehen mittelfristig jedoch von noch weitaus höheren Kursen aus.

Von Florian Söllner

Stellen Sie sich vor, ein an sich gesundes Unternehmen leidet unter einer unprofitablen US-Tochter und einer hohen Schuldenlast. Doch plötzlich findet die Gesellschaft einen Käufer, der so viel für genau diese Problemtochter auf den Tisch legt, dass die Firma nicht nur sein defizitäres Geschäft, sondern zugleich einen Großteil seiner Schulden los wird. Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Genauso denken wohl die meisten Aktionäre. Anders ist nicht zu erklären, dass die UMS-Aktie nach dem Befreiungsschlag-Deal nur langsam und zögerlich die nötige Neubewertung erfährt. Denn eigentlich müsste die Aktie 100 Prozent höher notieren!

Lukratives Geschäft

Die UMS International AG bietet mobile medizinische Versorgungskonzepte an. Konkret heißt dies, dass Kliniken und Fachärzte, welche sich aufwändige Untersuchungsgeräte aus Zeit- und Kostengründen nicht anschaffen wollen, diese einfach tageweise bei UMS mieten. Im Unterschied zu reinen Leasingkonzepten bietet UMS dabei also die Technik nach Bedarf und liefert qualifiziertes Bedienpersonal gleich mit. Daher werden auch Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen in vielen Krankenhäusern nur zu bestimmten Zeiten angeboten, denn an den anderen Tagen sind die UMS-Laster mit den Diagnosegeräten schon in einer anderen Stadt. Weltweit 1.000 Kunden werden bereits mit Equipment aus den Bereichen Urologie, Radiologie, Gynäkologie und Onkologie beliefert. Das Hauptgeschäft erzielt UMS in den USA und Europa, aber auch in Chile rollen bereits UMS-Transporter.

Gewinnsprung 2006

Ins Rollen kam am 12. Oktober auch die UMS-Aktie. An diesem Tag wurde der Verkauf der US-Tochter PSAC gemeldet. Für das unprofitable Geschäft mit einem Jahresumsatz von 18 Millionen Euro legte die amerikanische Firma Alliance 20 Millionen Dollar auf den Tisch. Zudem übernimmt der Käufer von UMS alle im Zusammenhang mit der Geräteflotte stehenden Leasingverbindlichkeiten. Dem vom Alliance gemeldeten gesamten Kaufwert von 44 Millionen Dollar zufolge, in dem wohl auch Transaktionskosten enthalten sind, wurde UMS von Verbindlichkeiten in Höhe von rund 20 Millionen Dollar erleichtert. Wegen einer Reduzierung der Abschreibungen und des Zinsaufwandes rechnet UMS daher mit einem nachhaltig positiven Effekt auf das Konzernergebnis von jährlich rund 0,25 Euro je Aktie. Dieses Jahr wurde ein Gewinn je Aktie von 0,50 Euro in Aussicht gestellt.

Und dieser Gewinn ist keine Eintagsfliege. Wie einem Gespräch des Open-Market-Reports mit UMS zu entnehmen war, ist für 2006 bereits mit einem Gewinn je Aktie von mindestens 0,65 Euro zu rechnen. Dies entspricht einem KGV von 7.

 

Vielfache Unterbewertung

Wir halten fest: Teile des unprofitablen US-Geschäfts wurden inklusive der Schulden zu einem Preis verkauft, der mehr als dem doppelten Jahresumsatz entspricht. Nach diesem Deal ist das verbleibende UMS-Geschäft nahezu schuldenfrei und kommt im nächsten Jahr auf rund 46 Millionen Euro Umsatz. Legte man für die "neue" UMS die gleichen Bewertungsmaßstäbe an wie für die verkaufte Tochter, dürfte der Wert für UMS bei fast 100 Millionen Euro liegen. Doch bei jetzigen Kursen von 4,50 Euro werden erst 28 Millionen Euro für UMS bezahlt.

100 Prozent Chance

Auch ein Blick auf das KGV zeigt die hohen Kurschancen der Aktie. Für 2006 liegt es bei 7. Im Gespräch mit dem Open-Market-Report verriet UMS-Chef Jørgen Madsen: "Den neuen finanziellen Spielraum wollen wir nutzen und künftig jährlich zwischen 10 und 15 Prozent wachsen". Selbst ein 2006er- KGV von 14, was eine Kursverdoppelung bedeuten würde, wäre daher eine günstige Bewertung.

Wachstumsmarkt USA

Investiert wird primär in die Kerngeschäftsfelder Urologie und Gynäkologie. So werden die Urologie-Aktivitäten in Michigan deutlich ausgeweitet. Hieraus ist ab 2006 ein zusätzliches Umsatzvolumen von sechs Millionen Euro zu erwarten. "Alleine geographisch haben wir in den USA noch alle Wachstumsmöglichkeiten", so Madsen im Hintergrundgespräch, "derzeit sind wir nur auf 50 bis 60 Prozent der US-Fläche mit unserem Angebot vertreten." Die größten Perspektiven sieht er in den USA, doch durch die Neuordnung des Radiologie-und Onkologie-Geschäfts wird nun auch UMS-Europa wieder auf Wachstum ausgerichtet.

Kursziel 10 Euro

UMS wurde in der vergangenen Woche ins Open-Market-Report-Musterdepot aufgenommen. Denn die uns vorliegenden Informationen lassen nur einen Schluss zu: Die Aktie bewegt sich langsam aber sicher Richtung 10 Euro.

Dieser Bericht stammt aus dem neuen Börsenbrief OPEN- MARKET-REPORT - dem Spezialreport für Nebenwerte, Neuemissionen und Mantelspekulationen!

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