DMG MORI SEIKI
- Marion Schlegel - Redakteurin

Übernahmeofferte für ehemalige Gildemeister: So handeln Sie jetzt richtig bei DMG Mori Seiki

Eine Übernahmeofferte hat den Aktien des früher unter Gildemeister firmierenden Werkzeugmaschinenbauers DMG Mori Seiki am Donnerstag Aufwind verliehen. Am Morgen kann das Papier bis auf 27,59 Euro zulegen. Damit kostete die Anteile gut acht Prozent mehr als zum Xetra-Schluss am Mittwoch.

Der Grund: Am Mittwochabend hatte der gleichnamige japanische Partner DMG Mori Seiki ein Übernahmeangebot von 27,50 Euro je Aktie in bar veröffentlicht. Das sind knapp 29 Prozent mehr als der Durchschnittskurs der Anteilscheine in den vergangenen drei Monaten. Mit der Offerte wollen die Japaner ihren Anteil von zuletzt gut 24 Prozent auf mehr als 50 Prozent ausbauen. Dem gebe es nicht viel hinzuzufügen, kommentierte ein Händler das Angebot. Die 27,50 Euro dürften die Untergrenze für den Kurs in den nächsten Wochen markieren.


Die Details
Mit dem Übernahmeangebot liege man "voll im Zeitplan", sagte DMG-Chef Rüdiger Kapitza der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Die ehemalige Gildemeister arbeitet mit den Japanern seit 2009 immer enger zusammen. Zudem halten die Deutschen einen Anteil von knapp zehn Prozent an DMG Mori Seiki. Die Umbennung des Bielefelder Unternehmens war ein weiteres Symbol für die enge Verflechtung mit dem japanischen Konzern gleichen Namens. Mit dem aktuellen Marktumfeld habe das Kaufgebot nichts zu tun, sagte Kapitza: "Beide Unternehmen sind sehr gut aufgestellt."

Formal muss der Vorstand der deutschen DMG sich noch zu dem Angebot äußern. Laut Mitteilung hat dieser aber bereits zugesagt, das Übernahmebegehren vorbehaltlich einer Prüfung zu unterstützen. Zudem hält der Vorstand zu diesem Zeitpunkt den Angebotspreis für angemessen.


Die richtige Strategie
Der Kurs hat sich mit dem heutigen Kurssprung bereits dem Preis der Übernahmeofferte angepasst. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass es durchaus noch einen Nachschlag geben könnte. Anleger mit Weitblick bleiben deswegen vorerst investiert, sichern ihre Position aber knapp unterhalb des Angebots ab. Kurzfristig orientierte Inverstoren ziehen ihr Geld ab und verkaufen die Papiere auf dem aktullen Niveau.


(Mit Material von dpa-AFX)

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