- Marco Bernegg - Praktikant

Tyler Winklevoss: Bitcoin-Kritik ist "Versagen der Vorstellungskraft"

Der Bitcoin hat sich seit dem Allzeithoch im Dezember mehr als halbiert. Auch die meisten anderen Kryptowährungen sind in den letzten Wochen stark unter Druck geraten. Vermehrt treten in derartigen Marktphasen auch kritische Stimmen auf.

Neben "Dr. Doom" Nouriel Roubini, der dem Bitcoin einen Crash bis zum Preis Null prognostiziert, äußerte sich in dieser Woche auch der Head of Global Investment von Goldman Sachs Steve Strongin: "Die Leute scheinen Kryptowährungen so zu handeln, als würden sie alle überleben oder zumindest ihren Wert behalten. Die hohe Korrelation zwischen den verschiedenen Kryptowährungen beunruhigt mich." Strongin geht davon aus, dass es nur wenige Gewinner unter den zahlreichen Coins gibt und der Rest auf Null fallen wird. 

Tyler Winklevoss - einer der Zwillinge, die durch den Facebook-Rechtsstreit mit Mark Zuckerberg berühmt geworden sind - schlug nun zurück: "Die Kritik am Bitcoin ist ein Versagen der Vorstellungskraft." Winklevoss begründete seinen Standpunkt: "Kryptowährungen sind nicht wirklich wichtig für Transaktionen zwischen Menschen. Aber wenn Transaktionen zwischen Maschinen einen wirtschaftlichen Wert haben, werden sie Protokolle wie die von Bitcoin und Ethereum verwenden. Sie werden keine Bankkonten bei JPMorgan eröffnen, da diese von Bankern erfunden wurden, die vor der Zeit des Internets gelebt haben. Der Versuch dieses System für Zahlungen bzw. Geld im Internet zu nutzen, ist bestenfalls wie ein quadratischer Stöpsel in einem runden Loch."

Die Argumentation von Tyler Winklevoss erscheint durchaus logisch. Sie lässt sich zudem mit der Aussage von Strongin vereinbaren, dass es nur wenige Gewinner unter den Krptowährungen geben wird. Welche dies letztendlich sein werden, steht jedoch noch in den Sternen. 

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