Twitter
- Benedikt Kaufmann

Twitter: Video-Tweets gegen schlechte Nachrichten

Mit Twitter-Videos Geld machen konnten bisher nur große Sender und ihre Werbepartner. Mit dem neuen Upgrade können sich ausgewählte Content-Creator jetzt ein Stück vom Kuchen abschneiden. Ein einfacher Click genügt und Werbung wird vor das jeweilige Video geschaltet. Großer Vorteil für Twitter: Der Nutzer erhält 70 Prozent der generierten Werbeeinnahmen, während YouTube nur 55 Prozent abgibt.

Durch diese Maßnahme erhofft man sich eine Erweiterung des Videoangebots auf Twitter. Bewegtbilder sind das ideale Mittel, um die Zeit zu erhöhen, die ein Nutzer auf der Seite verbringt. Im Durchschnitt werden bereits täglich 1 Stunde und 16 Minuten Videos über digitale Geräte konsumiert. Einen Teil davon bilden Video-Nachrichten über aktuelle Ereignisse. Und bekanntlich liefert niemand schneller Meldungen als Twitter. Video und Kurznachricht will das soziale Netzwerk miteinander verbinden und dem Nutzer als Komplettpaket anbieten. Ein selbstlernender Algorithmus kann dabei die bedeutendsten Abschnitte des Videos herausfiltern.

Neue Chance durch Kursänderung?

Twitter-CEO Jack Dorsey setzt in der Zukunft stark auf die Einbindung von Videoinhalten. Dadurch könnte er das Ruder beim chronisch defizitären Konzern noch einmal rumreißen.Der Kurznachrichtendienst kämpft derzeit mit stagnierenden Nutzerzahlen um rund 320 Millionen. Trotz der Möglichkeit, Videos nun auch bei Twitter zu monetarisieren, werden Content-Creator vorerst aber die größte Plattform YouTube nicht verlassen. Auf längere Sicht kann man aber sicherlich einige Nutzer und dadurch Inhalte der Konkurrenz abgewinnen.

Investitionen halten!

In den letzten Monaten hat die Aktie aufgrund von Übernahmespekulationen die Kurserwartungen der Analysten übertroffen und die 200-Tage-Linie kurzzeitig durchbrechen. Dem entgegen stehen jedoch schwache Umsatz- und Gewinnprognosen für das Jahr 2017. Die Konkurrenten innerhalb der Peergroup wachsen deutlich schneller und weisen Gewinne aus. Für neue Anleger, die ein Investment im Bereich der sozialen Medien anstreben bieten sich hier bessere Alternativen. Bereits investierte Anleger halten ihre Position.


 

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