TUI
- Markus Bußler - Redakteur

TUI: Kursziel gesenkt, aber …

Der Rücksetzer hat den einen oder anderen Anleger sicherlich auf dem falschen Fuß erwischt. Der Kurs der TUI-Aktie sackte zu Beginn der Woche ab, nachdem bekannt wurde, dass TUI kein Angebot für TUI-Travel abgeben wird. Doch von Analystenseite kommt dennoch eine Kaufempfehlung.

Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel von 10,00 auf 9,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf „Outperform" belassen. Der Verzicht auf ein mögliches Übernahmeangebot für die Tochter TUI-Travel sei keine große Überraschung, schrieb Analyst Matthias Desmarais. Schließlich stehe erst im Februar der Wechsel an der Führungsspitze an. Zudem hätten die Erwägungen zuletzt erhebliche Sorgen über die Finanzierung ausgelöst, und die Synergien beider Unternehmen halte er für begrenzt. Das niedrigere Kursziel begründete der Experte mit leicht geänderten Schätzungen für Tui Travel sowie den Euro. Er sieht die Titel aber weiter positiv.

Auch DER AKTIONÄR bleibt bei seiner positiven Einschätzung zu der Aktie des Touristikkonzerns. Anfang Februar kommt es zum Wechsel an der Konzernspitze. Daher dürften erst in den kommenden Wochen tiefgreifende strategische Entscheidungen fallen. Eine Übernahme noch in der Amtszeit von Frenzel schien daher wenig sinnvoll. Vielmehr dürfte sich zunächst vieles auf den Verkauf der verbliebenen Anteile an Hapag-Lloyd konzentrieren. Anleger bleiben dabei.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

TUI-Finanzchef: "Sind heute wesentlich robuster"

Es läuft wieder rund bei der TUI: Der Tourismusriese steigerte zuletzt seinen Gewinn deutlich und ist auf einem guten Weg, dies auch im laufenden Geschäftsjahr zu wiederholen. DER AKTIONÄR sprach mit dem Finanzvorstand Horst Baier über die aktuelle Entwicklung und die Perspektiven für den Konzern. mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

TUI: Das Pfund dürfte belasten

Der russische Milliardär Alexei Mordaschow hat den Anteil an TUI auf 22 Prozent ausgebaut. An der wirtschaftlichen Stärke kann es nicht liegen, denn TUI weist trotz hoher Marktmacht geringe Gewinnspannen und eine vergleichsweise starke Zinsbelastung auf. Das drückt sich auch in den … mehr