EasyJet
- Thorsten Küfner - Redakteur

TUI: Greift Easyjet zu?

Der britische Billigflieger Easyjet will laut einem Pressebericht bei der Tui-Fluglinie Tuifly einsteigen. Eine Beteiligung der Briten an der deutschen Flugtochter des weltgrößten Reisekonzerns TUI stehe kurz bevor, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag vorab und berief sich dabei auf Informationen von Insidern.

Easyjet wolle verhindern, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU ihrem Fluggeschäft in Kontinentaleuropa in die Quere kommt. Sprecher von TUI und Tuifly wollten den Bericht nicht kommentieren. Bei Easyjet war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Easyjet-Chefin Carolyn McCall hatte noch vor wenigen Monaten betont, dass ihr Unternehmen an einer Übernahme anderer Fluggesellschaften nicht interessiert sei. Dann jedoch kam die Brexit-Entscheidung der Briten. Dies dürfte die Managerin umgestimmt haben, mutmaßt die Zeitschrift.

Flugrechte im Visier
Easyjet dürfte bei einem Zusammengehen mit Tuifly vor allem die Flugrechte im Auge haben. Tuifly mit Sitz in Hannover könnte dem britischen Billigflieger das Recht für Flüge innerhalb der EU sichern für den Fall, dass Großbritannien mit dem EU-Austritt auch aus dem Luftverkehrs-Binnenmarkt der Europäischen Union herausfällt.
Tuifly unterhält 41 Flugzeuge, davon sind 14 derzeit samt Personal langfristig an Air Berlin vermietet. Easyjet ist als zweitgrößter Billigflieger Europas mit einer Flotte von mehr als 250 Flugzeugen deutlich größer.

Easyjet: Ein Kauf für Mutige
DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie von TUI eher zurückhaltend, für die Anteile von Easyjet hingegen weiterhin zuversichtlich gestimmt. Mutige Anleger mit einem langen Atem können hier zugreifen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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