KUKA
- Norbert Sesselmann - Redakteur

TSI-Wert KUKA: Hier stimmt alles!

Anleger, die das TSI-Musterdepot abbilden, liegen mit dem der Aktie von KUKA über 30 Prozent vorn. Freuen können sich KUKA-Aktionäre wohl bald auch über eine Dividende – üppig wird diese zwar nicht ausfallen. Macht aber nichts. Die Aktie hat genügend Kurspotenzial.

Nach einem starken Geschäftsjahr 2012 stellt KUKA-Vorstandschef Till Reuter den Aktionären des Augsburger Roboter- und Anlagenbauers erstmals seit 2008 wieder eine Dividende in Aussicht. Der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag sagte Reuter: "KUKA soll dividendenfähig werden. Es ist unser Ziel, künftig wieder Dividende zu zahlen." Das letzte Wort dazu habe die Hauptversammlung, man sei jedoch "auf dem richtigen Weg". Analysten erwarten dem Bericht zufolge im Durchschnitt eine Dividende von 30 Cent je Aktie.

Auftragsbücher gut gefüllt

Auch bei den Perspektiven für das neue Geschäftsjahr zeigte sich der Chef des weltweit größten Roboterherstellers der Autoindustrie optimistisch. Mit den jüngsten Großaufträgen habe der Konzern ein solides Fundament. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Im Europa-Geschäft sieht Reuter den Konzern weiter gut aufgestellt, "trotz der stärkeren Schwankungen, mit denen im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen ist".

Gewinnsprung 2012

2012 hatte KUKA davon profitiert, dass die deutschen Premiumhersteller im Automobilbereich ihre Investitionsplanungen trotz Drosselung der Produktion unverändert ließen. Allein im dritten Quartal 2012 verdiente der Augsburger Konzern unterm Strich 16,8 Millionen Euro, ein Plus von fast 87 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz kletterte um beinahe ein Drittel auf 490,5 Millionen Euro.

Stark in China

Stärkster Wachstumsmarkt werde jedoch China bleiben. Derzeit verkaufe man dort jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Roboter, sagte Reuter dem Blatt. Mit dem neuen Werk in der Nähe von Shanghai wolle KUKA deshalb "sehr schnell" 1500 bis 2000 Roboter vor Ort herstellen. Einen genauen Zeitplan dafür nannte Reuter aber nicht. Nach Schätzungen von Analysten wird KUKAs neues Werk in China Ende 2015 bis zu 5.000 Roboter jährlich liefern. Die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr und voraussichtlich auch einen Ausblick auf 2013 will der Konzern am 5. Februar präsentieren.

Trotz Kursrallye nicht teuer

Innovativ, qualitätsbewusst, weltoffen: KUKA ist ein Musterbeispiel für das Erfolgsrezept des deutschen Mittelstands. In Kombination mit den glänzenden Wachstumsaussichten der Roboterindustrie ist das 2013er-KGV von 16 nicht zu hoch. Die Aktie sollte daher auf jeden Fall gehalten werden. Anleger, die das TSI-Musterdepot abbilden, liegen mit dem Wert rund 30 Prozent vorne. Hier aber aufgepasst: Ausstiegskriterium beim TSI-Musterdepot ist kein Stoppkurs. Fest definierte Ausstiegskriterien entscheiden über Verbleib oder Verkauf des Titels im Depot. Die Regeln für das TSI-Musterdepot können hier nachgelesen werden.

Mit Material von dpa-AFX

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