Activision Blizzard
- Werner Sperber - Redakteur

TSI-Wert Activision Blizzard: Im "Rechts-Krieg (Law Wars)"

Virtual Gaming Technologies LLC geht sehr real juristisch unter anderem gegen Activision Blizzard vor. Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand. Es stellt sich also die Frage, ob die Aktionäre bangen müssen.

Virtual Gaming ist erst am 24. September im US-Bundesstaat Texas gegründet worden. Am 29. Oktober und am 2. November kaufte sich die Firma die Rechte an zwei Patenten für Sport-Computerspiele von William Junkin. Der hatte im Jahr 1992 das Computerspiel-Pionierunternehmen FantaSports gegründet und ist nun Präsident der Firma FantasySports.com. Nun verklagt Virtual Gaming den weltweit tätigen Verleger von Online- und Konsolenspielen wegen angeblicher Patenrechtsverletzungen bei dem Autorennserien-Spiel Nascar, The Game. Gleichartige Klagen hat Virtual Gaming bei insgesamt 16 US-Bezirksgerichten gegen die Onlinespiele-Firmen Take-Two, Zynga, Konami, Electronic Arts, FanDuel, DraftDay Gaming Group und DraftKings eingereicht. Wie das Verfahren gegen Activision Blizzard endet, ist nicht abzusehen. Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit wird es die Manager von Activision jedoch garantiert kosten. Die Erfolge von Activision sind jedoch die Erfolge der Spiele – und die dürften sich auch im Jahr 2016 sehen lassen.

Overwatch und King Digital sind wichtig
Auch mit der Konkurrenz von "Star Wars: Das Erwachen der Macht" wird Activision Blizzard fertig werden, schließlich hat das Unternehmen viele Eisen im Feuer: Neben dem Dauerbrenner "World of Warcraft (Legion, die neueste Aktualisierung, soll im September erscheinen)" wird auch "Call of Duty: Black Ops III" wichtig bleiben. Von "Call of Duty" wird im Jahr 2016 eine vierte Version erwartet. "Overwatch", ein Mannschafts-Schießspiel bei dem der Spieler aus der Ego-Perspektive vorgeht (team-based first-person-shooter), soll erscheinen und sehr interessant für das Unternehmen werden. Zudem dürfte Activision Blizzard den Kauf von King Digital Anfang des Jahres 2016 abschließen und damit viele Onlinespiele für mobile Endgeräte ins Sortiment bekommen. Gerade diese Spielart wächst sehr viel stärker als die für Computer oder Konsolen.

Wer ist schon Virtual Gaming?
Virtual Gaming wird vielleicht lange Zeit stören, doch hat sich der TSI-Wert Activision Blizzard mit der Übernahme von King Digital hervorragend aufgestellt. Was für Essen und Trinken gilt, gilt anscheinend auch für Computerspiele: Gedaddelt wird immer. Insofern eignet sich die mit einem KGV von 24 für das Jahr 2016 bewertete Aktie auch für eher konservative Anleger. Das Kursziel beträgt 45 Euro und der Stop-Loss sollte bei 28 Euro gesetzt werden. 

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| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

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