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- Thomas Bergmann - Redakteur

Trump im Porzellanladen - Dollar und Zinsen auf Abwegen

US-Präsident hat mit einem Interview im Wall Street Journal für Bewegung an den Kapitalmärkten gesorgt. Die stärksten Auswirkungen sind beim Dollar und vor allem bei den Zinsen zu spüren. In Bezug auf China dreht sich Trump wieder einmal um 180 Grad. Die Chinesen seien keine Währungsmanipulatoren.

"Dollar wird zu stark"

In dem Interview mit dem WSJ beklagt Trump insbesondere die Stärke des Dollar. "Ich glaube unser Dollar wird zu stark", sagte er, wobei er sich eine Teilschuld gibt. "Die Anleger haben Vertrauen in mich", so der Milliardär.

Sein Wunsch an Fed-Chefin Janet Yellen lautet deshalb, bei den Leitzinsanhebungen mit Bedacht vorzugehen, um den Dollar nicht weiter zu stärken. Am liebsten sollten die Zinsen weiter niedrig bleiben: "Ich mag Niedrigzinspolitik, um ehrlich zu sein", so der US-Präsident. China sprach er ausdrücklich von dem von ihm selbst zuvor erhobenen Vorwurf der Währungsmanipulation frei. "Sie sind keine Währungsmanipulatoren."

Zinsen fallen stark

Die Auswirkungen nach diesem Interview sind vor allem an den Zins- und Devisenmärkten zu spüren. Der Euro stieg seitdem von 1,06 auf 1,0670 Dollar. Die Rendite für 10-jährige US-Anleihen fiel von 2,29 Prozent auf 2,22 Prozent. In Deutschland stieg der Bund-Future über 163 Euro, der Zins für die 10-Jährigen liegt nur noch bei 0,2 Prozent.

Immo-Aktien profitieren

Vom Zinsrückgang dürften vor allem die Immobilien-Aktien profitieren. Zuletzt konnte der AKTIONÄR-Favorit Vonovia gute Kurszuwächse zeigen und ein neues Kaufsignal generieren. Auch der Goldpreis könnte vor diesem Hintergrund weiter steigen. Bei Aktien muss man derzeit vorsichtig sein. Unter 12.000 Punkten im DAX könnte eine Abwärtswelle losgetreten werden.

 


 

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