Halliburton
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Trotz Ölkatastrophe - Halliburton verdoppelt Gewinn

Die Begeisterung für Tiefseebohrungen bleibt trotz den Vorfällen am Golf von Mexiko ungebrochen. Der amerikanische Ölfeld-Servicedienstleister Halliburton, der auf der Katastrophen-Plattform „Deepwater Horizon“ mit BP zusammenarbeitete, hat den Gewinn im vierten Quartal mehr als verdoppelt und die Erwartungen damit übertroffen.

Die Begeisterung für Tiefseebohrungen bleibt trotz den Vorfällen im Golf von Mexiko nicht gedämpft. Aus dem Geschäft im vierten Quartal 2010 bleiben den Bohrspezialisten Halliburton unterm Strich 605 Millionen Dollar. Das entspricht einem Gewinnwachstum von fast 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz stieg um satte 40 Prozent auf 5,16 Milliarden Dollar. Analysten waren hier im Vorfeld nur von 4,83 Milliarden Euro ausgegangen.

Tiefseebohrungen unentbehrlich

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hält Tiefsee-Ölbohrungen auch nach der Katastrophe im Golf von Mexiko für unentbehrlich. "Keine Frage: Tiefseebohrungen sind riskant" so die DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert. "Allerdings ist die Technik beherrschbar, und wir haben leider auch keine andere Wahl. Insbesondere die westliche Welt braucht dieses Tiefsee-Öl." Die globale Ölnachfrage werde von derzeit 85 Millionen Barrel pro Tag auf 100 Millionen Barrel im kommenden Jahrzehnt steigen. Gleichzeitig würden herkömmliche, leicht erschließbare Vorkommen zur Neige gehen.

Kaufenswert

Schon vor dem Unglück hatte Halliburton auf ein stärkeres Wachstum außerhalb von Amerika gesetzt. Größere Explorations- und Bohrvorhaben laufen aktuell im Atlantik vor den Küsten Brasiliens, Nigerias und Angolas. Außerdem profitiert der Konzern von der Entwicklung der Ölfelder im Irak. Seit dem Beginn der Ölkatastrophe am 20. April hat die Halliburton-Aktie in der Spitze fast 40 Prozent an Wert verloren. Das Papier hat sich aber zügig erholt. Das Allzeithcoh dürfte schon bald wieder erreicht werden. Anleger mit Weitblick greifen zu und sichern ihre Position mit einem Stopp bei 24 Euro ab.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Norbert Sesselmann | 0 Kommentare

Halliburton pumpt Gewinne hoch

Bei Halliburton sprudeln die Gewinne. Der zweitgrößte Ölfeld-Servicedienstleister der Welt hat den Gewinn im zweiten Quartal um 25 Prozent gesteigert und damit die Erwartungen übertroffen. Nach dem rasanten Kurssturz seit Juli ist die Aktie billig. mehr
| Norbert Sesselmann | 0 Kommentare

Trotz Ölpest - Halliburton sieht Boom

Wer zahlt die Zeche für die weltweite Ölkatastrophe? Halliburton anscheinend nicht: Der Öl- und Gasfeldausrüster, der auf der Katastrophen-Plattform "Deepwater Horizon" mit BP zusammenarbeitete, hat seinen Gewinn im zweiten Quartal fast verdoppelt und dabei die Erwartungen deutlich übertroffen. mehr