Gazprom
- Maximilian Völkl

Trotz 70-Prozent-Gewinnsprung: Gazprom-Aktie unter Druck

Am Montag hat der russische Gasmonopolist Gazprom Zahlen für das erste Quartal 2015 vermeldet. Der von der Regierung gesteuerte Konzern hat dank der massiven Abwertung des Rubel einen starken Gewinnsprung verzeichnet. Die Aktie ist dennoch unter Druck geraten und notiert inzwischen unter der 4,00-Euro-Marke.

Gazprom profitierte von der massiven Abwertung der russischen Währung, weil das Ausland Rechnungen in Dollar bezahlt und der Konzern deswegen mehr Rubel erhielt. Von Januar bis März wurde so ein Überschuss von 382,1 Milliarden Rubel (ca. 5,5 Milliarden Euro) erwirtschaftet, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 71 Prozent. Der deutliche Zuwachs ist allerdings auf schwache Zahlen 2014 zurückzuführen.

Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 5,8 Prozent auf rund 1,6 Billionen Rubel. Zudem verringerten sich die Nettoschulden um zwölf Prozent auf 1,4 Billionen Rubel. Allerdings verkaufte Gazprom nach eigenen Angaben gut 16 Prozent weniger Gas nach Europa als ein Jahr zuvor. Auch in die Ex-Sowjetrepubliken lieferte der Konzern demnach weniger. Ein weiteres Problem bleiben die westlichen Sanktionen im Rahmen der Ukraine-Krise.

 

Sehr volatil

Die Gazprom-Aktie ist zuletzt unter den Stoppkurs des AKTIONÄR gerutscht. Der spannende Russland-Titel steht allerdings weiterhin unter Beobachtung. Vor allem die günstige Bewertung spricht nach wie vor für Gazprom. Aufgrund der hohen Volatilität sollten sich aber nur sehr mutige Anleger mit dem Papier beschäftigen.

(Mit Material von dpa-AFX)


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