Paragon
- DER AKTIONÄR

Trendsetter, nicht Mitläufer

Der Automobilzulieferer Paragon will Trendsetter sein und mit innovativen Produkten Nischen erobern. Dabei schreckt Unternehmenslenker Klaus Dieter Frers offenbar auch vor ungewöhnlichen Methoden nicht zurück und hat mit Artega kurzerhand eine neue Automarke ins Leben gerufen. Bereits 2008 sollen bis zu 500 Exemplare des Artega GT vom Band laufen. Der kompakte Sportwagen hat schon auf dem Genfer Autosalon für Aufsehen gesorgt.

Nach Jahren hoher Investitionen erntet die Paragon AG jetzt die Früchte ihrer Arbeit. Ein Sportwagen soll zusätzliche Impulse liefern – ein Blickfang ist er jetzt schon.

Der Automobilzulieferer Paragon will Trendsetter sein und mit innovativen Produkten Nischen erobern. Dabei schreckt Unternehmenslenker Klaus Dieter Frers offenbar auch vor ungewöhnlichen Methoden nicht zurück und hat mit Artega kurzerhand eine neue Automarke ins Leben gerufen. Bereits 2008 sollen bis zu 500 Exemplare des Artega GT vom Band laufen. Der kompakte Sportwagen hat schon auf dem Genfer Autosalon für Aufsehen gesorgt. In Zukunft soll er auch dem Geschäft von Paragon zusätzlichen Schwung verleihen.

Schuster, bleib bei...

...deinen Leisten. Aus dem Automobilzulieferer wird kein -hersteller. Paragon ist nicht an der Artega Automobil GmbH & Co. KG beteiligt. Und gerade darin ist ein entscheidender Vorteil zu sehen. Wird der Artega GT ein Erfolg, profitiert der Zulieferer unmittelbar. Bei Problemen hingegen würde Paragon keinen messbaren Schaden nehmen. Das Fahrzeug ist in erster Linie eine hervorragende Visitenkarte. Die darin enthaltenen Innenraumlösungen sollen schon bald auch in anderen Fahrzeugen verbaut werden. Von CEO Frers erfuhr der aktionär, dass erste vielversprechende Gespräche bereits laufen. Kein Wunder, ist der Flitzer doch gespickt mit zahlreichen Innovationen. So befindet sich die Navigationsanzeige im Innenspiegel und die Geschwindigkeit liest der Fahrer von einem Doppelinstrument ab.

Konsequente Fokussierung

Bislang erwirtschaftet die Firma etwa 80 Prozent ihrer Umsätze im Bereich Automotive, 20 Prozent entfallen auf Electronic Solutions und Gebäudetechnik. In Zukunft will sich Paragon ausschließlich auf das margenstärkere Kerngeschäft konzentrieren. Frers bestätigte gegenüber dem AKTIONÄR, dass es bereits in den nächsten Monaten zu einem Verkauf der Randaktivitäten kommen könnte und mit einem Erlös im zweistelligen Millionenbereich zu rechnen sei. „Dadurch wollen wir nicht nur unsere Eigenkapitalbasis stärken, sondern auch die Finanzaufwendungen reduzieren und damit Ressourcen für den Automotive-Bereich freimachen.“, so Frers weiter.

Mit Vollgas nach oben

Paragon ist mit seinen Produkten auf dem Weltmarkt sehr gut aufgestellt. Das eingeleitete Effizienzsteigerungsprogramm und die Konzentration auf das Kerngeschäft werden für steigende Margen sorgen. Zusätzliche Fantasie weckt die Markteinführung des Artega GT. Im laufenden Jahr soll der Umsatz gegenüber 2006 um fünf bis zehn Prozent zulegen. Laut Frers liegt der Fokus jedoch auf einer überproportionalen Steigerung des Unternehmensgewinns. Das für 2008 erwartete KGV liegt bei 11, womit die Aktie ein klarer Kauf ist.

Kursziel bei Paragon: 20,00 Euro. Stopp: 9,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 32/2007.

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