Cenit
- Michael Schröder - Redakteur

Trading-Tipp Cenit: Günstig bewertet - Basis für Wachstum geschaffen

Die Aktie von Cenit fristete zuletzt eine Art Schattendasein an der Börse. Mit den heute vorgelegten vorläufigen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr sollte sich das ändern. Der IT-Spezialist ist ohne größere Rückschläge durch das Krisenjahr 2009 gekommen. Im laufenden Jahr peilt der Vorstand eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung an. Charttechnisch steht die Aktie vor einem neuen Kaufsignal.

DER AKTIONÄR hatte bei der Vorstellung als Tipp des Tages daraufhingewiesen, dass Cenit im abgelaufenen Jahr unter den Folgen der Wirtschaftskrise gelitten hat. Vor allem die Kunden aus dem Automobilsektor haben in den vergangenen Monaten kaum Aufträge vergeben. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blickt Cenit auf eine solide Geschäftsentwicklung zurück.

Rückläufige Auslastung

Der Umsatz wurde um vier Prozent auf 86,6 Millionen Euro gesteigert. Das operative Ergebnis ging dagegen um 18 Prozent auf 3,9 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich steht ein Gewinn je Aktie von 0,34 Euro (Vorjahr: 0,40 Euro). Neben der rückläufigen Auslastung im Servicebereich musste der führender Dienstleister für Product-Lifecycle und Dokumenten-Management zudem den lang anhaltenden Investitionsstopp für Softwareprodukte kompensieren.

Aktie attraktiv bewertet

Die Analysten von GBC Research hatten im Vorfeld mit einem Umsatz von 83,25 Millionen Euro sowie mit einem Gewinn je Aktie von 0,35 Euro gerechnet. Für das laufende Jahr prognostizieren die Experten bei weiter steigenden Erlösen einen Gewinnsprung auf 0,47 Euro je Aktie. Mit einem 2010er-KGV von 10 ist die Aktie attraktiv bewertet. In einer Kaufstudie haben die Experten ein Kursziel von 6,08 Euro ausgegeben. DER AKTIONÄR erwartet hier in Kürze eine Bestätigung der Kaufempfehlung mit einer überarbeiteten Gewinnschätzung.

Starker Cashflow

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 28,2 Millionen Euro (Vorjahr: 25,4 Millionen Euro). Zudem verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 19,5 Millionen Euro (Vorjahr: 13,2 Millionen Euro). Dank des starken Cashflows ist Cenit in der Lage, weitere Firmen zu übernehmen, um sich technologisch oder in der Marktstellung zu verstärken.

Basis geschaffen

Cenit hat eine gute Basis für eine weiter anhaltende positive Geschäftsentwicklung geschaffen. Eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr hat der Vorstand bisher nicht veröffentlicht. Die Schwaben gehen aber von einer positiven Entwicklung aus. "Im Geschäftsjahr 2010 zählen insbesondere die betriebliche Weiterentwicklung unseres Softwaregeschäftes und der Ausbau unseres Servicegeschäftes zu unseren Schwerpunkten", heißt es aus der Firmenzentrale. 

Neue Aufwärtsbewegung

Die Aktie ist im Zuge der Aufwärtsbewegung an den Börsen in den letzten Monaten zwar zurückgeblieben. Im Gegenzug wurden die Papiere allerdings auch beim jüngsten Stimmungsumschwung weitestgehend verschont. DER AKTIONÄR hält an seinem Fazit fest: Im laufenden Jahr sollte Cenit wieder auf den Wachstumspfad zurück finden. Die steigende Nachfrage, die günstige Bewertung und die aussichtsreiche Charttechnik sorgen für Fantasie. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau sollte der Online-Musterdepotwert nun eine neue Aufwärtsbewegung starten. Das erste Kursziel liegt bei 6,00 Euro - also mehr als 25 Prozent über dem aktuellen Niveau.

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