Illumina
- Michel Doepke - Redakteur

Top-Tipp Illumina: DNA-Kracher über 70 Prozent im Plus – Gewinne mitnehmen?

Im positiven Marktumfeld hat die Illumina-Aktie bei 304,98 Dollar ein neues Rekordhoch markiert. Unfassbar: Vor gut sechs Jahren hatte der Schweizer Pharma-Konzern Roche nach dem Sequenzierungsspezialisten gegriffen und 51 Dollar je Aktie geboten. Gut, dass Illumina bis heute eigenständig an der Börse handelbar ist. Zwei Themen könnten für eine Fortsetzung der Rallye sorgen: NovaSeq und GRAIL.

Alleinstellungsmerkmal

Dass Illumina mit seinen Produkten einer der Wegbereiter der Personalisierten Medizin ist, hat DER AKTIONÄR bereits mehrfach thematisiert. Dies spiegelt sich insbesondere in der Kursentwicklung der letzten Monate wider. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die NovaSeq-Reihe. Wie das Handelsblatt berichtet, kommen die speziellen Gensequenzierer mittlerweile auch in München zum Einsatz. Die Illumina-Technologie sei die einzige, die es derzeit schafft, ein Genom mit 3,27 Milliarden Basenpaaren vollständig zu sequenzieren.

Die NovaSeq-Geräte werden das zukünftige Wachstum von Illumina mitbestimmen. Und die Vorschusslorbeeren sind hoch. Sehr hoch. Aktuell bewertet die Börse die Papiere mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 60 für 2018. Für Diagnostik-Spezialisten mit dieser Marktstellung wie sie Illumina inne hat, ist das durchaus gerechtfertigt, auch wenn die Luft allmählich dünner wird. Doch das Unternehmen aus San Diego hat noch einen anderen Pfeil im Köcher.

Der heilige Gral

Unter den Biotech-Start-ups, die nicht gelistet sind, gehört GRAIL mit Sicherheit zu den namhaftesten. Die US-Firma ist eine Ausgründung von Illumina und hat prominente Geldgeber wie Amazon-Gründer Jeff Bezos sowie Microsoft-Mitbegründer Bill Gates. Im Rahmen einer Kapitalrunde (Serie B) konnte GRAIL satte 900 Millionen Dollar einsammeln. In einer weiteren Finanzierungsrunde will das Start-up eine weitere Milliarde Dollar einsammeln. Doch was macht GRAIL so besonders? Die Illumina-Ausgründung hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem Bluttest Krebs frühzeitig zu erkennen. Ein Mega-IPO steht bereits zur Debatte. Von einem erfolgreichen Börsengang dürfte Illumina ebenfalls profitieren.

Teilgewinne realisieren

Die Illumina-Aktie ist nach dem fulminanten Anstieg prädestiniert für eine Konsolidierung. Über 300 Dollar sollten Anleger ein paar Gewinne mitnehmen, die AKTIONÄR-Empfehlung liegt über 70 Prozent im Plus. Langfristig sollten die NovaSeq-Technologie und der Newsflow rund um GRAIL den Papieren weiteren Auftrieb verleihen können.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Michel Doepke | 0 Kommentare

Top-Tipp Illumina: Einfach unglaublich

Illumina hat im zweiten Quartal 2018 die extrem hohen Erwartungen übertreffen können. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis je Aktie konnten die Amerikaner die Schätzungen deutlich übertreffen. In Summe traut sich Illumina im Gesamtjahr nun mehr zu. Die Kursreaktion: Ein Plus von rund sieben … mehr
| Michel Doepke | 0 Kommentare

Illumina-Zahlen: Böse Überraschung?

Heute nach US-Börsenschluss wird Illumina die Zahlen zum zweiten Quartal 2018 veröffentlichen. Aufgrund der hohen Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 53 für 2019 darf sich das Unternehmen keinen Fauxpas erlauben. DER AKTIONÄR zeigt auf, was die Analysten erwarten und wie sich Anleger … mehr