McDonald's
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Top-Performer 2011: Und es gab sie doch!

Bis zu 230 Prozent Rendite – wer den Derivate-Empfehlungen des AKTIONÄR gefolgt ist, hatte auch im schwierigen Börsenjahr 2011 gute Chancen auf hohe Gewinne.

Das Jahr 2011 war ein gutes Aktienjahr - allerdings nur, wenn man an der Börse Venezuelas investiert war. Der Leitindex IBC hat seit Jahresbeginn 70 Prozent zugelegt. Viele andere Indizes, wie beispielsweise der DAX, wurden in diesem Jahr hingegen ordentlich durchgerüttelt.

Mit den Derivate-Empfehlungen des aktionär war es trotzdem wieder möglich, zwei- oder sogar dreistellige Renditen zu erzielen. Im Folgenden werden die besten Empfehlungen im Jahr 2011 vorgestellt. Darüber hinaus gibt der aktionär eine Empfehlung ab, was Anleger mit diesen Papieren tun sollten. Halten, verkaufen oder gar nachkaufen? Dabei wird zwischen den beiden Rubriken Hebelprodukte und Anlagezertifikate unterschieden.

Sommerpause hat sich gelohnt

Im Sommer der Börse fernbleiben und entspannt die Sonne genießen -eine Strategie, die sich in diesem Jahr ausgezahlt hat. Während der DAX seit Jahresbeginn rund 16 Prozent an Wert verloren hat, legte das DAX Seasonal Strategy Zertifikat zwölf Prozent zu - eine Outperformance von fast 30 Prozent. Das Zertifikat blendet die traditionell schlechten Sommermonate August und September einfach aus. Von den Turbulenzen an den Finanzmärkten, mit heftigen Kurseinbrüchen von 25 Prozent und mehr, ist der Anleger verschont geblieben. Seit der Empfehlung in Ausgabe 36/2011 liegt das Produkt rund neun Prozent vorn und ist für Langfristanleger nach wie vor kaufenswert.

Ein guter Zug

Rauchen ist zwar schlecht für die Gesundheit, aber Tabak-Aktien sind gut für das Depot. Sieben der acht Tabakwerte, die sich im NYSE Arca Tobacco Index befinden, haben seit Jahresbeginn zugelegt. Daher verwundert es nicht, dass das dazugehörige Indexzertifikat seit der Empfehlung im April 2011 rund zwölf Prozent vorn liegt.

Die Chancen auf weitere Kursgewinne stehen gut. Viele Tabakkonzerne steuern in diesem Jahr auf ein Rekordjahr zu. Die Umsätze und vor allem die Gewinnmargen werden in den nächsten Jahren noch zulegen. Leicht durchsetzbare Preiserhöhungen machen dies möglich.

Hugo Boss: très chic

Mit einem Plus von 15 Prozent legte das in der Ausgabe 14/2011 empfohlene Capped-Bonuszertifikat auf Hugo Boss eine schicke Performance hin. Während andere Branchen zunehmend den nachlassenden Wirtschaftsschwung spüren, ist die Lust der Hugo-Boss-Kunden auf Luxus ungebrochen. Der Edelschneider meldete zuletzt das sechste Rekordquartal in Folge und schlug die Analystenprognosen mit zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn deutlich.

Die Gewinnprognose für das Jahr 2015 wurde gleich um 50 Prozent auf jetzt 750 Millionen Euro erhöht. Das Bonuszertifikat kann gehalten werden. Von der entscheidenden Barriere, die bei 40 Euro liegt, ist die Aktie fast 40 Prozent entfernt. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Anleger den Geldbetrag von 70 Euro pro Bonuszertifikat am Ende der Laufzeit (15. Juni 2012) gutgeschrieben bekommen. Daraus errechnet sich ein Kurspotenzial von weiteren 14 Prozent.

Sonnenfinsternis

Das Börsenjahr 2011 war gar nicht nach dem Geschmack von Anlegern, die auf Solartitel gesetzt haben. Eine Hiobsbotschaft jagte die nächste. So nahm der weltgrößte Solarhersteller First Solar seine Prognosen für das Gesamtjahr mehrmals kräftig zurück. Die Folge: First Solar brach an der Börse stark ein, im Gesamtjahr schlägt ein Minus von 62 Prozent zu Buche.

Der in Ausgabe 35/11 empfohlene Wave-Put auf First Solar sollte wegen des mittlerweile geringen Hebels nach einem Plus von über 80 Prozent verkauft werden.

Starke Bohne - starker Kurs

1,5 Milliarden Dollar hat Starbucks im letzten Geschäftsjahr verdient. Im nächsten Jahr rechnen die Analysten mit zwei Milliarden Dollar Gewinn. Eine realistische Prognose, denn die breit angelegte Expansionsstrategie mit vielen neuen Läden dürfte für starkes Wachstum sorgen.

Die hervorragende Geschäftsentwicklung spiegelt sich im Kursverlauf der Aktie wider. Mit einem Plus von über 40 Prozent gehörte Starbucks 2011 zu den stärksten Nasdaq-Werten. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Aufwärtstrend intakt bleibt, ist hoch. Kurse von bis zu 50 Dollar in den nächsten zwölf Monaten sind möglich. Der empfohlene Optionsschein, der bereits mit 232 Prozent im Plus liegt, sollte aufgrund der kurzen Restlaufzeit von nur noch drei Monaten verkauft werden.

Einfach gut

McDonald's ist ein Phänomen. Kaum jemand gibt zu, dort gerne zu essen. Die Geschäftszahlen sprechen aber eine andere Sprache. Zuletzt hat die größte Fast-Food-Kette den Quartalsgewinn zum neunten Mal in Folge gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Überschuss um fast neun Prozent. Die Aktie des Burgerbraters kennt nur eine Richtung: steil nach oben. Seit 2003 hat sie sich fast versechsfacht. Allein in diesem Jahr beträgt das Plus 25 Prozent. Noch besser hat sich der Wave-Call entwickelt. Seit der Empfehlung in Ausgabe 33/2011 hat der Schein fast 129 Prozent zugelegt. Anleger lassen die Gewinne laufen. Auch für einen Einstieg ist es nicht zu spät.

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