RWE
- Maximilian Völkl

Top-Gewinner RWE: Das reicht noch nicht

Die RWE-Aktie zeigt sich nach wie vor sehr volatil. Am Mittwoch war der Versorger mit einem deutlichen Minus noch einer der schwächsten Werte im DAX. Am heutigen Donnerstag führt das Papier den deutschen Leitindex nun wieder an. Eine klare Richtung ist noch immer nicht zu erkennen.

Seit September vergangenen Jahres pendelt die RWE-Aktie bereits im breiten Seitwärtstrend zwischen zehn und 14 Euro. Derzeit notiert der Titel knapp unterhalb der 200-Tage-Linie. Diese verläuft bei 11,75 Euro. Erst mit dem Ausbruch über diese Marke würde ein neues Kaufsignal generiert. Dann wäre eine neue Attacke auf die obere Begrenzung möglich.

Neuen Schwung liefern soll die Abspaltung des Zukunftsgeschäfts aus Erneuerbaren Energien, Netzen und Vertrieb. Aufsichtsratsvize Frank Bsirske hat diese zuletzt als gute Lösung gelobt. Der Verdi-Chef sagte der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, dass vor allem der Börsengang des verlässlichen Netzgeschäfts für Investoren attraktiv sein sollte. Zudem sieht er das Unternehmen weiterhin als Gesamtheit. Deshalb dürfte auch die alte RWE laut Bsirske eine positive Zukunft haben.

An der Seitenlinie

Ob die Aufspaltung tatsächlich Erfolg bringt, ist noch ungewiss. Zudem drücken die niedrigen Strompreise und der Atomausstieg weiter auf die Stimmung. Insgesamt überwiegen nach wie vor die Risiken, so dass Anleger an der Seitenlinie bleiben sollten. Im DAX gibt es bessere Alternativen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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